Lackel, Lackl oder Laggl ([]), schweizerdeutsch und besonders berndeutsch ist im oberdeutschen Sprachraum, hauptsächlich in Österreich, Bayern und in Teilen des Alemannischen sowie im Pfälzischen, ein volkstümlicher Begriff für einen groben, unbeholfenen, tölpelhaften MenschenLackel. In: Duden. oder einen großen Mann.

Etymologie

Die Etymologie des Wortes Lackel ist unklar, wohl von dem Adjektiv lack ‘lau, abgestanden, schal’ von Speisen und Getränken, ‘müde, matt, schlapp’ von Personen (15. Jahrhundert). Vielleicht ist die Herkunft nach dem Namen des berüchtigten französischen Generals Ezéchiel de Mélac, der im Pfälzischen Erbfolgekrieg große Teile der Kurpfalz zerstörte und verwüstete. Vielleicht kommt Lackel von Lakei.

Wortbildung

Das Wort wird auch verstärkend in den Zusammensetzungen grober Lackel, Kraftlackel oder Bauernlackel gebraucht. Lackelhammer ist ein schwerer Hammer fürs Grobe. Kraftlackelei ist ein Synonym für das weiter nördlich verbreitete Wort Kraftmeierei.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Redewendung Kategorie:Schimpfwort (Mann)