mini|Anja Arndt (2024) Anja Regine Arndt (* 10. Januar 1966 in Groß Neßhausen, Tettens, Wangerland) ist eine deutsche Politikerin (AfD) und seit 2024 Mitglied des Europäischen Parlaments.

Leben Arndt lebt in Nortmoor und arbeitet in geringfügiger Beschäftigung in der Unternehmensberatung ihres MannesErklärung über die privaten Interessen der Mitglieder des Europäischen Parlaments: https://www.europarl.europa.eu/erpl-app-public/mep-documents/DPI/10/73b5ea09-7d76-4ef5-a8ba-104ef1a00099_1721085649387.pdf. Zugegriffen am 7. August 2025.. Sie absolvierte ein Lehramtsstudium für die Gymnasiale Oberstufe für Politik, Wirtschaft und Sport. Sie ist verheiratet und hat vier Kinder.

Politische Laufbahn 2018 trat Arndt in die AfD ein. Von 2022 bis 2026 war sie Kreisvorsitzende der AfD Ostfriesland.

Bei der Europawahl 2024 kandidierte sie als niedersächsische Spitzenkandidatin. Da die AfD zur Europawahl eine bundesweite Liste aufstellte, kandidierte Arndt dort auf Listenplatz 13. Mit diesem erhielt sie ein Mandat. Sie ist in der 10. Legislaturperiode (2024–2029) Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie stellvertretendes Mitglied im Fischereiausschuss und im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres. Sie ist zudem Mitglied der Delegation für die Zusammenarbeit im Norden und für die Beziehungen zur Schweiz und zu Norwegen, im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss EU-Island und im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss Europäischer Wirtschaftsraum (EWR) und stellvertretendes Mitglied der Delegation in der Paritätischen Parlamentarischen Versammlung OAKPS-EU.

Im Zuge der Aufdeckung der Vetternwirtschaftsaffäre der AfD warf eine Gruppe um Arndt dem niedersächsischen Landesvorsitzenden Ansgar Schledde vor, ein System von Günstlingswirtschaft errichtet und schwarze Kassen geführt zu haben. In einem Schreiben kritisiert sie, Schledde, der Landesvorstand und ein Kreis von Mandatsträgern und Mitgliedern nutzten die AfD „als Geschäftsmodell zur dauerhaften persönlichen Bereicherung“. Dafür habe Schledde 2024 eine „Parallelorganisation“ gegründet.Brief an Weidel und Chrupalla: AfD Niedersachsen wehrt sich gegen parteiinterne Vorwürfe. In: Die Zeit, 11. Februar 2026. Arndts Sohn ist bei dem baden-württembergischen Abgeordneten Marc Bernhard angestellt. Im März 2026 leitete der AfD-Landesvorstand Niedersachsen ein Parteiausschlussverfahren gegen Arndt ein und entzog ihr die Mitgliedsrechte.

Politische Positionen Migration Arndt sieht die „unkontrollierte Massenmigration“ als Gefahr für die innere Sicherheit, das Sozialsystem, das Bildungssystem und die Wirtschaft. Daher fordert sie mehr Grenzschutz.

Klimawandelleugnung Arndt leugnet den menschengemachten Klimawandel und hält diesen für einen „ganz natürlichen Temperaturanstieg“.

Rassismus Arndt möchte zwischen „rassistischen Aussagen“ und einem „rassistischen Weltbild“ differenzieren. Ihrer Meinung nach gibt es in der AfD keine Personen mit einem solchen Weltbild.

Weblinks

AfD-Abgeordnete wirft Landesverband Niedersachsen massive Korruption vor, n-tv.de, 19. Februar 2026

Einzelnachweise

Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für Deutschland Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Person (Klimawandelleugnung und -skepsis) Kategorie:Betroffener eines Parteiausschlussverfahrens (AfD) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1966 Kategorie:Frau