Hatto II., auch Heito oder Hetto († 9. September 871), war Abt des Klosters Reichenau.

Hatto II. war der 15. Abt der Reichenau und Nachfolger von Abt Walter.Martin Klonnek: Chronologie des Geschichte der Schweiz 9, 2015 Er empfing seine Abtsweihe von Papst Nikolaus I.

868 nahm er an der Synode von Worms teil, die langwirkende kirchenrechtliche Beschlüsse fasste.Wilfried Hartmann: Das Konzil von Worms 868. Überlieferung und Bedeutung = Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen. Philologisch-historische Klasse. Dritte Folge Nr. 105. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1977, S. 92, Anm. 210; Wilfried Hartmann: Die Konzilien der karolingischen Teilreiche 860–874 = Monumenta Germaniae Historica. Leges 4. Concilia T.4. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1998. 3-7752-5354-8, S. 307, Anm. 229.

In der Amtszeit von Hatto II. wurden die Gebeine des Januarius (der Kopf verblieb in Neapel) sowie weitere Reliquien seiner Gefährten Festus, Desiderius, Sosius, Prokulus, Eutyches und Acutius in das Kloster Reichenau gebracht. Nach Gallus Oehem wurden diese von einem schwäbischen Adligen im Heerzug von Ludwig dem Frommen aus Kampanien mitgebracht.Ottmar Friedrich Heinrich Schönhuth: Chronik des ehemaligen Klosters Reichenau, aus handschriftlichen Quellen dargestellt, 1835, S. 66 f.

Hatto I., unter anderem späterer Erzbischof von Mainz (891–913), war unter den Äbten Hatto II. und Ruodho Mönch im Kloster Reichenau. Julius Heidemann: Hatto I., Erzbischof von Mainz, vom Jahre 891 bis 913, Krüger Verlag 1865, S. 5

Er starb 871 im Abtsamt.

Einzelnachweise

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