Die Ernst-Adolf-Eschke-Schule ist eine Sonderschule für Gehörlose im Berliner Ortsteil Westend im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Schulprofil Sie ist eine Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Hören & Kommunikation“. Die Beherrschung der Gebärdensprache stellt eine zwingende Voraussetzung für eine Anstellung an der Schule dar, da die Unterrichtssprache in den meisten Kontexten die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist. Die Schülerschaft kommt aus dem gesamten Stadtgebiet. Von Frühförderung bis beruflicher Bildung deckt sie ein bilingual-bimodales Angebot mit Deutscher Gebärdensprache ab. Dementsprechend ist die Schule in mehrere Bereiche unterteilt: Berufsfachschule Berufsschule mit sonderpädagogischen Aufgaben Förderschwerpunkt – Übrige Fachschule Integrierte Sekundarschule Berufsschule Die beiden anderen Sonderschulen mit Förderschwerpunkt Hören sind die Margarethe-von-Witzleben-Schule in der Palisadenstraße 76–77 in Berlin-Friedrichshain und die Reinfelder-Schule im Maikäferpfad 30 in Berlin-Westend (auf demselben Gelände).

Geschichte Der Namensgeber der Schule, Ernst Adolf Eschke, arbeitete ab 1788 als privater Gehörlosenlehrer in Berlin. Im Jahr 1798 kaufte der König von Preußen, Friedrich Wilhelm III., ein Haus in der Linienstraße 110. Eschkes Privatinstitut wurde dorthin verlegt und in den Stand eines „Königlich-preußischen Instituts für Stumme“ (Königliche Taubstummenanstalt) erhoben. Er wurde der Schuldirektor.

Nach dem Tod Eschkes im Juli 1811 wurde im selben Jahr Ludwig Graßhoff zum neuen Direktor des Instituts berufen. Wenige Monate danach begann die staatliche Taubstummenlehrerausbildung in Preußen. Im Jahr 1826 erfolgte die Anstellung des gehörlosen Lehrers und ehemaligen Schülers Carl Heinrich Wilke als Zeichenlehrer, nachdem bereits 1803 der ertaubte Carl Habermaß als Lehrer für Pantomime (Gebärden) und Mathematik angestellt wurde. Ein erster staatlicher Lehrplan wurde im Jahr 1829 herausgegeben. Gleichzeitig wurde die Gebärdensprache zurückgedrängt. Carl Wilhelm Sägert wurde im Jahr 1840 neuer Direktor.

Schulgebäude Die Gebäude der Sonderschule (Schwerpunkt Hören) befinden sich in der Waldschulallee 29 in Berlin und wurden 1959–60 vom Hochbauamt Charlottenburg errichtet. Zu der Anlage gehören drei zweigeschossige Klassentrakte, ein dreigeschossiger Verwaltungsbau und ein ebenerdiger Seitenflügel mit Turnhalle und Aula.

Der Stahlbetonskelettbau ist durch Pfeiler, Fenster- und Brüstungsbänder gegliedert. Die Fassade enthält gelb, rot, grün und grau verputzte Flächen.

Die Schule nutzt die Mensa der benachbarten Reinfelder Schule (ehemals Helen-Keller-Schule) mit dieser gemeinsam.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Gehörlosenschule Kategorie:Schule in Berlin-Westend Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1960