Folkwin, auch Kalcionius, Colcionius, Volkwin, († 16. März 858) war Abt des Klosters Reichenau (849–858).
Leben Auf Walahfrid Strabo folgte Folkwin als 13. Abt der Reichenau. Er wurde von Papst Leo IV. bestätigt und erhielt zugleich die Erneuerung der Privilegien des Reichenauer Klosters.Ottmar Friedrich H. Schönhuth: Chronik des ehemaligen Klosters Reichenau, 1836, S. 64 (Bayerische Staatsbibliothek)
Bekannt als Reichenauer Konventsliste ist eine Liste mit 133 Namen und Erstgenanntem Abt Folkwin, als Bestandteil im Verbrüderungsbuch der Abtei Reichenau mit dem Titel Ordo Fratrum Insulanensium S(an)c(T)e Mariae, die eine besondere Verbindung mit dem Frauenkloster der Abtei San Salvatore in Brescia herausstellt.Hans Belting, Hugo Borger, Dietrich Hofmann: Frühmittelalterliche Studien. Band 17, De Gruyter 2021, S. 339
Abt Folkwin war Teilnehmer der Ostfränkischen Reichssynode in Mainz, die König Ludwig der Deutsche unter Vorsitz des Mainzer Erzbischofs Hrabanus Maurus im Jahre 852 abhielt.Konrad Beyerle: Die Kultur der Abtei Reichenau. Erinnerungsschrift zum zwölfhundertsten Wiederkehr des Gründungsjahres der Inselklosters 724–1924, Band 1, Scientia-Verlag 1970, S. 110
Folkwin starb am 16. März 858 im Abtsamt.
Einzelnachweise
Kategorie:Abt (Reichenau) Kategorie:Geboren im 8. oder 9. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 858 Kategorie:Mann