Ich wollte immer eine Heilige sein ist eine belgisch-luxemburgische Koproduktion der luxemburgischen Filmregisseurin Geneviève Mersch aus dem Jahr 2003.
Handlung Die aus einem zerrütteten Elternhaus stammende Norah lebt bei ihrem Vater Jean-Michel. Ihre Mutter hat die Familie verlassen, als Norah noch ein Baby war. Jetzt ist sie 17 Jahre alt, und sie verbringt ihre Tage in der Stadt mit ehrenamtlicher Arbeit, sie liest z. B. Kindern vor und liefert Lebensmittel aus. Ihr Drang, „alles richtig zu machen“, entspringt irrationalen Schuldgefühlen wegen des Todes ihres Kindheitshelden Nico Marcuse, eines charismatischen Rennfahrers.
Norahs neuestes „Projekt“ ist die junge Magali, deren gleichgültige und unverantwortliche Mutter Françoise zwischen Feindseligkeit und warmherziger Zuwendung schwankt. Als ihre Großmutter mütterlicherseits unangekündigt aus Portugal mit einer Erbschaft und der folgenschweren Nachricht auftaucht, dass Norahs Mutter lebt und in der Schweiz wohnt, gerät ihr präzise organisierte Leben aus den Fugen und steuert auf die unvermeidliche Entdeckungsreise zu, die sie in die nächste Phase ihres Lebens führen wird.
Produktion Für das Schreiben und die Entwicklung der Filmidee erhielt die Produktionsfirma Samsa Film 1998 von der Filmförderung Luxemburg einen Zuschuss von 2,5 Millionen Luxemburger Franc. 2001 erhielt sie einen Zuschuss von 20 Millionen Franken für die Produktion von Ich wollte immer eine Heilige sein sowie einen weiteren Zuschuss des europäischen Fonds Eurimages in Höhe von 190.000 Euro, wovon Samsa Film 100.700 und der belgische Koproduzent den Rest erhielt.
Der Unfall des Rennfahrers, den Norah live im Fernsehen miterlebt, basiert auf dem Leben des brasilianischen Rennfahrers Ayrton Senna, der 1994 beim Großen Preis von San Marino tödlich verunglückte. Für Marie Kremer war die Rolle der Norah ihr Filmdebüt. Die Filmmusik komponierte der luxemburgische Liedermacher Serge Tonnar (* 1970).
Besetzung und Synchronisation Die deutsche Synchronisation des Films übernahm die Interopa Film GmbH in Berlin. RolleDarstellerSprecherBeatriceAgathe CornezAnja RybiczkaBenBruno MullenaertDennis Schmidt-FoßDienerinAntonella VitaliViktoria VoigtElsaBarbara RolandTanja GekeElsas MutterAnnie LambertAlmut ZydraFahrerGilles SoederPeter ThomsenFrançoiseRaphaëlle BlancherieAndrea AustGroßmutterJeannine GodinasGisela FritschJean MichelThierry LefevreDietmar WunderJérémieJulien CollardOzan ÜnalLuciaAlexandra SedasHeidrun BartholomäusMagaliMarie NypelsFriedel MorgensternMaudLaurence de GreefSarah RiedelNorahMarie KremerBerenice WeichertNorah (mit 6)Camie BoelNadine Kompatzki
Rezeption Im Jahr 2003 wurde Ich wollte immer eine Heilige sein zusammen mit Andy Bauschs Dokumentarfilm L’homme au cigare mit dem ersten Luxemburger Filmpreis in der Kategorie „Bester Luxemburger Film“ ausgezeichnet. Es war auch Luxemburgs Oscar-Beitrag in der Kategorie „Bester internationaler Film“, wurde aber nicht nominiert.
Weblinks
Ich wollte immer eine Heilige sein bei Samsa Films
Liste der Preise und Auszeichnungen Film Fund Luxembourg
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2003 Kategorie:Belgischer Film Kategorie:Luxemburgischer Film