mini|Glastür zu Konzert für Buchenwald im E-Werk Konzert für Buchenwald ist im ehemaligen E-Werk in Weimar und dem dortigen historischen stillgelegten Depot der Straßenbahn Weimar eine von Rebecca Horn realisierte Rauminstallation, die im Rahmen des Kulturstadtjahres 1999 entstand.https://www.klassik-stiftung.de/service/presse/pressemitteilung/konzert-fuer-buchenwald-rauminstallation-von-rebecca-horn-oeffnet-am-freitag/ Die international beachtete Installation gilt als eine der wichtigsten Arbeiten in der zeitgenössischen Kunst zum Thema Holocaust in Deutschland.
Beschreibung In einer Pressemitteilung der Klassikstiftung Weimar vom 5. November 2018 stellt sich die Rauminstallation so dar, dass sich auf einem kurzen Schienenstrang sich alte, gebrauchte Musikinstrumente samt den dazugehörigen Lederkoffern stapeln. Es sind hauptsächlich Gitarren und Geigen mit Geigenbögen, aber auch weitere Saiteninstrumente wie Mandolinen darunter.https://www.klassik-stiftung.de/service/presse/pressemitteilung/konzert-fuer-buchenwald-rauminstallation-von-rebecca-horn-oeffnet-am-freitag/
Vor dem Ankauf der Stücke war zumindest ein Teil auf Schloss Ettersburg ausgestellt.Konzert für Buchenwald auf YouTube
Rebecca Horns Konzert für Buchenwald ist ein stummes Konzert, das bedrückend vom Grauen in Buchenwald erzählt.Lisa Berins: Ein stummes „Konzert für Buchenwald“ , in der Thüringischen Landeszeitung vom 27. Januar 2016 Es ist zugleich ein wichtiger Beitrag für das Gedächtnis dieses Ortes. Es ist ein stummes Konzert, weil die Instrumente nicht zum Klingen kommen, da sie niemand zum Klingen bringen kann, da niemand da ist, dem sie gehörten.siehe Rebecca Horn: Konzert für Buchenwald, in: klassisch modern: Das Magazin der Klassikstiftung Weimar. 2024, S. 24 f. Hier ist ein Text von Rebecca Horn zum Thema von 1997 abgedruckt. Dieses Projekt wurde über die Klassikstiftung Weimar realisiert.Konzert für Buchenwald auf Webseite der Klassikstiftung Weimar Diese ist zugleich auch ihre Trägerinstitution. Die Musikinstrumente und die leeren dazugehörigen Lederkoffer stehen symbolisch für die damit verbundenen Einzelschicksale.Rebecca Horn: Installation Konzert für Buchenwald auf museum.de Die Instrumente sind nicht zu hören zumal sie zustandsbedingt unbrauchbar sind. Auch ihre Zerstörung ist symbolisch zu verstehen. Sie sind zusammengepfercht auf den Schienen abgelegt. Zu hören ist allerdings die sich auf den Schienen befindliche Lore, die gegen die Wand fährt und wieder zurück um vor dem Instrumentenhaufen zu halten. Rebecca Horn schreibt, dass der Zug im Rhythmus des Herzschlages gegen die Wand fährt.Bernd Wurlitzer, Kerstin Sucher: DuMont Reise-Taschenbuch Reiseführer Weimar und Umgebung 2016, S. 187. ISBN 978-3-7701-8729-4
Seit 2019 gehört die Installation zum „Quartier Weimarer Moderne“, dass im Zusammenhang mit dem Bauhaus-Jahr 2019 geschaffen wurde.
In der Kulturgeschichte Weimars von Annette Seemann wurde die Installation, die einen bedeutsamen Bestandteil zur Rezeption des Holocausts darstellt, nicht berücksichtigt.Annette Seemann: Weimar. Eine Kulturgeschichte. Beck Verlag, München 2012, ISBN 978-3-406-63030-9
Literatur Rebecca Horn u. a.: Konzert für Buchenwald, Scalo Verlag, Zürich 1999. ISBN 3-908247-20-9
Weblinks https://100schaetze.klassik-stiftung.de/objekt/rebecca-horn-konzert-fuer-buchenwald-1999/ Flyer Rebecca Horn Konzert für Buchenwald Konzert für Buchenwald im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
Kategorie:Kunstwerk (Installation) Kategorie:Bildende Kunst (Weimar) Kategorie:Holocaustgedenken Kategorie:KZ Buchenwald