Die römisch-katholische Kirche Herz Mariä ist ein Bauwerk in Elmstein. Sie steht unter Denkmalschutz. Innerhalb des Bistums Speyer gehört sie zum Dekanat Bad Dürkheim und ist ein ehemaliger Wallfahrtsort. Ihr vollständiger Name lautet Wallfahrtskirche zum Unbefleckten Herzen Mariä.

Lage Die Kirche steht in der Schankstraße am südwestlichen Siedlungsrand des Kernortes an der Ostflanke des Möllbergs.

Architektur Das aus Sandstein und Fichtenholz bestehende Bauwerk ist eine dreischiffige Basilika mit Querhaus und Vierungsturm. Es ist 35,60 Meter lang, Hauptschiff und Turm sind 14,60 Meter breit. Der fast quadratische Glockenturm über der Vierung ist 29,60 Meter hoch. Er war für sechs Glocken vorgesehen, die er jedoch nach statischer Prüfung nicht aufnehmen konnte. Deshalb wurden nur drei Glocken angeschafft und in einem Eisengerüst neben der Kirche aufgehängt. Am 16. August 1959 wurden sie geweiht; gegossen hatte sie die Gießerei Schilling in Heidelberg, 1300 kg, 900 kg und 660 kg schwer mit den Schlagtönen es′, f′ und as′.Website outdooractive.com. Abgerufen am 23. Oktober 2025. Die Kirche hat 500 Sitzplätze, bietet jedoch insgesamt Platz für 2000 Menschen. Eine Heizung hat sie nicht, sodass sie nur im Sommer genutzt wird.

Geschichte mini|hochkant=0.6|links|Tabernakel Die im 18. Jahrhundert entstandene katholische Kirche Mariä Heimsuchung in der Elmsteiner Hauptstraße reichte von ihrer Kapazität her bereits während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für die zwischenzeitlich angestiegene Elmsteiner Bevölkerung nicht mehr aus. Schon im Jahr 1924 wurde auf dem Möllberg ein Grundstück gekauft, jedoch reichte das Geld nicht für den Bau einer neuen Kirche.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg nahmen die Pläne zum Bau wieder Kontur an; so wurde 1949 der Bergrücken, auf dem das Gotteshaus entstehen sollte, erschlossen. Die Grundsteinlegung fand am 10. Dezember 1950 statt. Ausführender Architekt war Albert Boßlet. Die neue Kirche erhielt den Namen Wallfahrtskirche zum Unbefleckten Herzen Mariä; am 25. Mai 1952 wurde sie eröffnet und am 5. Oktober 1952 von Erzbischof Joseph Wendel geweiht. Sie löste außerdem ihre weiterhin genutzte Vorgängerin Mariä Heimsuchung in ihrer Funktion als Pfarrkirche ab. Jahrzehntelang nahmen viele Katholiken an Wallfahrten zur Kirche teil, ehe diese 1981 eingestellt wurden.

Als der seinerzeit amtierende Pfarrer 1991 starb, blieb die Pfarrstelle vakant und wurde vertretungsweise von Esthal aus versorgt. Dennoch behielt Herz Mariä den Status als Pfarrkirche bis Ende 2015; seither ist sie Filialkirche der in Lambrecht ansässigen Pfarrei Hl. Johannes XXIII.

2015 erhielt die Kirche an ihrer Außenwand eine Mariengrotte, die am 6. Oktober 2015 vom Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann gesegnet wurde.

Innenausstattung

mini|hochkant|Orgel

Auffallend ist der Tabernakel mit einem hohen Expositorium für die Monstranz hinter dem tiefer stehenden, schlicht gehaltenen Zelebrationsaltar.Website der Pfarrei Lambrecht. Abgerufen am 23. Oktober 2025. In dem Altar sind Reliquien von Maria Goretti und von Louis-Marie Grignion de Montfort beigesetzt.

Die Orgel aus dem Jahr 1953 stammt von Gebr. Späth Orgelbau. Sie hat fünf Register auf einem Manual und Pedal. Spiel- und Registertraktur sind elektrisch.Organindex. Abgerufen am 24. Oktober 2025.

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Bad Dürkheim (PDF; 5,1 MB). Mainz 2023.

Weblinks

Infos auf pwv-elmstein.de

Einzelnachweise

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