Heribrecht, auch Herbrecht, (* im 9. Jahrhundert; † 926 in Reichenau) war von 916 bis 926 Abt des Klosters Reichenau.

Leben Heribrecht war Abt der Reichenau, als am 7. November 925 eine Heilige-Blut Reliquie mit Kreuz-Partikel in das Kloster Reichenau gelangte. Franz Xaver Conrad Staiger: § 13 Abt Heribrecht oder Herbrecht: Verbringung des Hl. Blutes mit Kreuz-Partikel auf die Reichenau In: Die insel Reichenau im Untersee, Bodensee, Fritz Verlag 1874, S. 103 ff. Seit 925 wird jährlich am Montag nach dem Dreifaltigkeitssonntag (Trinitatis) das Heilig-Blut-Fest gefeiert.

926 wurde er als Abt von Herzog Burchard II. abgesetzt, weil er sich weigerte, Herzog Purchart I. Geschenke und Beisteuern zu geben.Otto Feger: Bodensee-Bibliothek, Band 2, Thorbecke 1956, S. 215 f. Herzog Burchard setze sodann Liuthard als Abt ein.Karl Friedrich August Nobbe: Die Chronik Herimanns von Reichenau nach der Ausgabe der Monumenta Germaniae, Besser 1851, S. 11 f.Lotte Herkommer: Untersuchungen zur Abtsnachfolge unter den Ottonen im südwestdeutschen Raum, Kohlhammer 1973, S. 92 ff. Heribrecht starb kurz darauf.Martin Klonnek: Chronologie der Geschichte der Schweiz 10. Jahrhundert Jahr 900-999, 2016

Einzelnachweise

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