mini|500px|Françoisvase, 6. Jh. v. Chr., Lapithe mit Lanze, Kentauren mit Ast und Steinen. Pyretos ist ein Kentaur der griechischen Mythologie. Er wird in der Kentauromachie auf der Hochzeit des Peirithoos von dem Lapithen Periphas getötet. Einzige Quelle ist das zwölfte Buch der Metamorphosen des Ovid.
Name Der Name kommt vom griechischen Πύρητος, PýrētosPape bevorzugt Πυρετός, Pyretós, lateinisch und deutsch Pýretus; Handwörterbuch der griechischen Sprache, Seite 1289, archive.org. lateinisch und deutsch mit abweichender Betonung nach der Betonungsregel Pyrétus.Weitere Namensvariante: Pyraethus, Pyraithos; Magnus, Seite 479, siehe Literatur. Etymologischer Kern ist πῦρ, pýr, Feuer, mit dem Suffix personifiziert zu einem, der Feuer repräsentiert oder mit sich trägt. Damit gehört er zu den alten Kentaurennamen, die „an die Bewaffnung der Kentauren mit Feuerbränden erinnern ... Namen, die sich möglicherweise aus der Vorstellung von Waldbränden erklären lassen.“Roscher rechnet zu dieser Kategorie auch: Γρυνεύς, Gryneús und Πύρακμος, Pýrakmos; Kentaurennamen, Seite 426, siehe Literatur. Kentauren kämpfen bevorzugt mit Bäumen und Ästen und manchmal auch mit brennenden.Ovid, Metamorphosen 12, 270–274, 287, 295–296: brennende Holzscheite; 260: ein brennender Altar. Sein Name transportiert die Gefahr des Feuers, soll Angst auslösen, was ihm aber im Kampf nichts nützen wird.
Mythos Pyretos’ Schicksal wird zusammen mit dem des Echeklos erzählt, beide werden von den Lapithen niedergemacht, Ovid lässt Nestor einen kurzen Bericht abgeben:
Pyretos wird von Periphas besiegt, womit und wie bleibt im Unterschied zu seinem Kampfgenossen Echeklos offen. Er hebt sich nur mit seinem Namen aus der Herde heraus und bleibt sonst ein Dutzend-Kentaur unter vielen. Zum mythologischen Hintergrund und zur literarischen Gestaltung siehe den Artikel Echeklos.
Quellen Ovid: Metamorphosen 12, 449–451, Wikisource.
Literatur Hugo Magnus (Ed.): P. Ovidius Nasonis Metamorphoseon libri XV, Verlag Weidmann, Berlin 1914, textkritische Edition, archive.org. Corrigendum: Lies im Höfer-Artikel Kentaur für Gigant. Wilhelm Heinrich Roscher: Die Kentaurennamen bei Ovidius’ Metamorphosen 12, 220–499. In: Neue Jahrbücher für Philologie und Pädagogik. Band 105, 1872, Seite 421–428 (Digitalisat).
Einzelnachweise
Kategorie:Kentaur