Hans Ernst Carstens (* 25. August 1896 in Oldenburg; † 26. Dezember 1975 ebd.)Nds. Landesarchiv, Abt. Oldenburg, Verzeichnis Staatsdienerverzeichnis Best. 1 Nr. 599 S. 200 126: Titel Carstens, Hans ErnstJahresbericht der Oldenburgischen Gesellschaft für Familienkunde für 1976. In: Oldenburgische Familienkunde. Jg. 18.1976, H. 4, S. 386 (Landesbibliothek Oldenburg digital) war ein deutscher Kommunalpolitiker (NSDAP). Er war in der NS-Zeit Amtshauptmann im Amt Wesermarsch bzw. Landrat im Landkreis Wesermarsch.

Leben Nach dem Schulbesuch schlug er eine Verwaltungslaufbahn ein und stieg bis zum Oberregierungsrat im Reichs- und Preußischen Ministerium des Innern in Berlin auf. Im Juni 1937 wurde er als Amtshauptmann im Amt Wesermarsch eingesetzt. Das Amt wurde 1939 in Landkreis Wesermarsch umbenannt und Carstens damit Landrat. Als solcher war er Mitglied des Verwaltungsrats der Staatlichen Kreditanstalt Oldenburg-Bremen, Bremen. 1943 wurde er in den Aufsichtsrat der Energieversorgung Weser-Ems gewählt.

Von 1934 bis 1945 war Carstens Mitglied der SA.Nds. Landesarchiv, Abt. Oldenburg, Rep 980 Oldenburgische Entnazifizierungsausschüsse, Best. 351 Nr. 1625 Am 26. Juli 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.211.157).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/19380673

Im Rahmen der Entnazifizierung wurde Carstens in die „Kategorie: Unterstützer“ eingestuft.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges lebte er als Regierungsdirektor a. D. in Oldenburg.

Literatur Hoppenstedt: Wer leitet? Die Männer der Wirtschaft und der einschlägigen Verwaltung einschließlich Adressbuch der Direktoren und Aufsichtsräte. 2. Auflage, Berlin: Verlag Hoppenstedt & Co., 1941/42, S. 138.

Einzelnachweise

Kategorie:Landrat (Landkreis Wesermarsch) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:SA-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1896 Kategorie:Gestorben 1975 Kategorie:Mann