300 Letters (auch #300cartas, span. für „300 Briefe“) ist ein argentinischer Liebesfilm von Lucas Santa Ana. Der Film entstand nach einem Drehbuch von Santa Ana und Gustavo Cabaña. In Deutschland soll er im Jahr 2026 durch den Verleih Salzgeber unter dem Titel 300 Letters ins Kino gebracht werden.SALZGEBER Queere Filme 2026. Stand: 10.02.2026. In: salzgeber.de. Abgerufen am 3. Juni 2026.

Veröffentlichung Im Juni 2024 wurde das Projekt #300 cartas im Rahmen von Guadalajara Construye, dem Postproduktionsprogramm des Festival Internacional de Cine en Guadalajara, vorgestellt. Das Programm wählte sieben Langfilmprojekte aus Brasilien, Peru, Argentinien und Mexiko aus.FICG 39 anuncia películas en competencia. In: udg.mx, 21. Mai 2024, abgerufen am 3. Juni 2026. Dort erhielt #300 cartas den Hauptpreis der Sektion Guadalajara Construye.Proyectos argentinos triunfan en el 39º Festival Internacional de Cine en Guadalajara. In: escribiendocine.com, 12. Juni 2024, abgerufen am 3. Juni 2026.

Die Weltpremiere des Films fand am 26. März 2025 beim queeren Filmfestival Roze Filmdagen in Amsterdam statt.

International wurde der Film unter dem Titel 300 Letters ausgewertet. Der US-Verleih Kino Lorber führt den Film als Produktion des Jahres 2025.300 Letters. In: kinolorber.com. Abgerufen am 3. Juni 2026. In Argentinien wurde er am 4. März 2026 im Centro Cultural de la Cooperación gezeigt. In Deutschland kündigte Salzgeber den Film unter dem Titel 300 Letters als spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln an.

Handlung Auch wenn Jero und Tom sehr unterschiedlich sind, führen sie eine scheinbar perfekte Beziehung. Jero kümmert sich um sein Äußeres und seine Kryptowährungen, der alternative Tom liebt Poesie. An ihrem ersten Jahrestag wird Jero von Tom verlassen und hinterlässt ihm als einzige Erklärung eine Kiste mit 300 Briefen in der gemeinsamen Wohnung. In den Briefen beschreibt Tom die kleinen Verletzungen und Verschiebungen, die ihre Beziehung geprägt haben. Beim Lesen gerät Jeros Bild der gemeinsamen Liebesgeschichte ins Wanken und Jero einen anderen Tom.

Produktion Regie führte Lucas Santa Ana, der auch den Schnitt übernahm und gemeinsam mit Gustavo Cabaña das Drehbuch schrieb. Die Kamera führte Pablo Galarza. Die künstlerische Leitung lag bei Lucila Presa, die Musik stammt von Mowat. Als Produzenten fungierten Murray Dibbs und Lucas Santa Ana; Björn Koll war als Koproduzent beteiligt. Produktionsfirmen waren locodelaltillo und Matchbox Films.

Cristian Mariani und Gastón Frías spielen in den Hauptrollen Jero und Tom. Weitere Rollen übernahmen Bruno Giganti, Jorge Thefs, Franco Mosqueiras, Jordan Romero und Francisco Cottet.

Im April 2024 wurde #300 cartas für Guadalajara Construye ausgewählt, ein Work-in-Progress-Programm des Festival Internacional de Cine en Guadalajara für iberoamerikanische Spielfilmprojekte in der Postproduktion. Im Juni 2024 wurde das Projekt dort ausgezeichnet.

Rezeption Juan Pablo Russo schrieb in ''EscribiendoCine'', Santa Ana untersuche in ''300 cartas'' Beziehungen, Identität und Repräsentation. Die Beziehung von Jero und Tom erscheine zunächst wie ein öffentlich inszeniertes Bild aus Körper, poetischer Sensibilität und gemeinsamem Erfolg; mit Toms Verschwinden und den 300 Briefen werde diese Erzählung brüchig.

Sean Farrell schrieb im AFPL Journal, der Film sei trotz seiner Vermarktung als romantische Komödie eher ein Drama über die Komplexität von Beziehungen. Die Ausgangsidee nutze Santa Ana, um zu zeigen, dass Beziehungen oft anders seien, als sie den Beteiligten selbst erschienen.Sean Farrell: Movie Review: #300letters. In: afpljournal.com, 13. November 2025, abgerufen am 3. Juni 2026.

Tusshar Sasi hob in seiner Besprechung die nichtlineare Erzählweise hervor. Gerade die Sprünge zwischen Gegenwart und Erinnerung spiegelten Jeros Verwirrung nach der Trennung. Außerdem betonte er die Leistung von Cristian Mariani, dessen Spiel die Verletzlichkeit der Figur sichtbar mache.Tusshar Sasi: ‘300Letters’ review – An aching study of fragility in love. In: filmysasi.com, 10. Oktober 2025, abgerufen am 3. Juni 2026.

John Paul King beschrieb 300 Letters in der Washington Blade als schwule „Anti-Romcom“, die weniger über eine einzelne Trennung als über Selbstdarstellung, Projektion und öffentliche Paarbilder in sozialen Medien erzähle.John Paul King: A bad romance is brought to light in ‘300 Letters’. In: washingtonblade.com, 5. Dezember 2025, abgerufen am 3. Juni 2026.

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Einzelnachweise

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