Seitzenhahn ist ein Stadtteil der Stadt Taunusstein im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis.
Geographie Der Ort liegt am Übergang des Hohen Taunus zum westlichen Hintertaunus und hat eine Fläche von 570 ha.
Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Seitzenhahn erfolgte unter dem Namen Sizinhagin in einer Nassauischen Urkunde und wird in das 14. Jahrhundert datiert.
Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Zum 1. Oktober 1971 fusionierte die bis dahin selbständige Gemeinde Seitzenhahn im Zuge der Gebietsreform in Hessen mit fünf Nachbarorten freiwillig zur neuen Stadt Taunusstein. Somit wurde Seitzenhahn ein Stadtteil von Taunusstein. Für alle nach Taunusstein eingegliederten Gemeinden wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.
Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Seitzenhahn angehört(e):
1444: Heiliges Römisches Reich, Haus Nassau, Amt Wehen ab 1738: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Usingen, Amt Wehen 1787: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Usingen, Amt Wehen ab 1806: Herzogtum Nassau, Amt Wehen 1812: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Amt Wehen ab 1816: Herzogtum NassauDas Herzogtum Nassau war von 1815 bis 1866 Mitglied des Deutschen Bundes. Ein Staatenbund ehemaliger Territorien des Heiligen Römischen Reichs. Er gilt als Vorläufer des Deutschen Reichs., Amt Wehen ab 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreisamt Langen-SchwalbachAbtrennung der Justiz Justizamt Wehen bis 1854. ab 1854: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Amt Wehen ab 1867: Norddeutscher BundDer Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs., Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, UntertaunuskreisEndgültige Trennung zwischen Justiz (Amtsgericht Wehen) und Verwaltung. ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Untertaunuskreis ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis, Stadt TaunussteinAm 1. Oktober 1971 als Ortsbezirk zur Stadt Taunusstein. ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis, Stadt Taunusstein
Bevölkerung Einwohnerentwicklung
Quelle: Historisches Ortslexikon 1593: 12 Haushaltungen 1615: 11 Haushaltungen 1629: 16 Haushaltungen 1670: 9 Haushaltungen Um 1700: 34 Einwohner 1747: 12 Wohnhäuser
Religionszugehörigkeit • 1885: 270 evangelische (= 94,41 %), 16 katholische (= 5,59 %) Einwohner • 1961: 316 evangelische (= 75,60 %), 96 katholische (= 22,97 %) Einwohner
Politik Ortsbeirat Für Seitzenhahn besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Seitzenhahn) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern. Seit den Kommunalwahlen 2021 gehören ihm ein Mitglied der SPD, eins der CDU und fünf der FWG an. Ortsvorsteher ist Frank Hohmann (FWG).
Wappen Am 26. Februar 1970 wurde der Gemeinde Seitzenhahn im damaligen Untertaunuskreis ein Wappen mit folgender Blasonierung verliehen: In Blau ein rotbewehrter goldener Löwe, belegt mit einem blauen Schildchen, darin ein goldenes S.
Kulturdenkmäler Die Liste der Kulturdenkmäler in Taunusstein weist für Seitzenhahn nur eine Position auf: Talstraße 18; Hofreite
Weblinks Stadtteil Seitzenhahn. In: Webauftritt der Stadt Taunusstein.
Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Rheingau-Taunus-Kreis Kategorie:Geographie (Taunusstein) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Rheingau-Taunus-Kreis) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert