Jarocin () ist ein Ort in der Woiwodschaft Ermland-Masuren in Polen. Es gehört zur Gmina Braniewo (Landgemeinde Braunsberg) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsberg).
Geographische Lage Jarocin liegt wenige hundert Meter südlich der Staatsgrenze zur russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zwölf Kilometer südöstlich der früheren Kreisstadt Heiligenbeil (heute ) bzw. 18 Kilometer nordöstlich der heutigen Kreismetropole Braniewo ().
Geschichte 1331/35 ist die Gründungszeit des Dorfs Jarocin, das seinerzeit Herzogßwalde, nach 1629 Herzogswaldt, nach 1651 Hertzogswalde und nach 1785 Herzogswalde hieß.Dietrich Lange: Herzogswalde, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Die Landgemeinde Herzogswalde kam 1874 zum neu errichteten Amtsbezirk Deutsch Thierau (heute russisch Iwanzowo) im ostpreußischen Kreis Heiligenbeil und Regierungsbezirk Königsberg.Rolf Jehke: Amtsbezirk Deutsch Thierau
Im Jahre 1910 waren in Herzogswalde 239 Einwohner gemeldet. Ihre Zahl belief sich 1933 auf 220 und 1939 auf 213.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Heiligenbeil
In Kriegsfolge fiel 1945 das gesamte südliche Ostpreußen an Polen. Betroffen war auch Herzogswalde, das die polnische Namensform „Jarocin“ erhielt. Das kaum besiedelte Dorf ist Teil der Landgemeinde Braniewo (Braunsberg) im Powiat Braniewski in der Woiwodschaft Ermland-Masuren, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg zugehörig.
Religion Bis 1945 war Herzogswalde evangelischerseits in das Kirchspiel Deutsch ThierauWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 459 (russisch Iwanzowo), römisch-katholischerseits in die Pfarrei Heiligenbeil (russisch Mamonowo) eingegliedert.
Die für Janocin zuständige römisch-katholische Pfarrei ist heute die in Żelazna Góra (Eisenberg) im Dekanat Braniewo (Braunsberg) im Erzbistum Ermland.
Verkehr Die 1945 gezogene Grenzlinie zwischen dem sowjetischen und dem polnischen Teil Ostpreußens verläuft am Nordrand von Jarocin. Das Dorf ist von der Nordregion um Deutsch Thierau (russisch Iwanzowo) abgeschnitten. Mit der Südregion verbindet es eine Nebenstraße, die nach Żelazna Góra (Eisenberg) führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Herzogswalde
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1335 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Braniewo