mini|Skulptur von Mechteld ten Ham in ’s-Heerenberg Mechteld ten Ham (* im 16. Jahrhundert; † 25. Juli 1605 in ’s-Heerenberg, Gemeinde Montferland, Achterhoek) war eine niederländische Frau, die als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.De Stichting Mechteld ten Ham, abgerufen am 28. Mai 2024 (niederländisch)
Zeitgleich mit dem drei Monate dauernden Hexenprozess gegen Mechteld ten Ham war ihr Heimatdorf ’s-Heerenberg vom Achtzigjährigen Krieg betroffen. Plünderungen durch die spanischen Truppen, Pestemidemien und Hexenhysterie waren an der Tagesordnung.
Der Hexenprozess Die alleinstehende und zurückgezogen lebende Mechteld ten Ham wurde des Öfteren bei Lebensfragen zu Rate gezogen. Einige abergläubische Leute beschuldigten Mechteld der Hexerei und bezichtigten sie, den bösen Blick zu haben. Es gab allerdings nur Gerüchte und keine offizielle Anklage wegen Hexerei. Mechteld selbst hat beantragt, vor Gericht gestellt zu werden. Sie war davon überzeugt, durch einen Prozess ihre Unschuld beweisen zu können und wollte so den Gerüchten entgegentreten.
Einige wohlmeinende Mitbürger empfahlen Mechteld ten Ham nach Oudewater zu gehen, um dort eine Wiegeprobe vornehmen zu lassen, so wie es Frauen aus ganz Europa taten, die der Hexerei verdächtigt wurden. Die Anzahl der Freigesprochenen war sehr hoch. Aus unbekannten Gründen folgte Mechteld ten Ham diesem Rat nicht. Das Gericht forderte ein Hexenbad. Auf einer Karre wurde sie von ’s-Heerenberg in das Dorf Azewijn gebracht und dort in das Gewässer De Laak geworfen. Da ten Ham oben schwamm und nicht unterging, galt es als bewiesen, dass sie eine Hexe sein musste. Sie wurde so lange gefoltert, bis sie gestand, mittels Schadenzauber Tiere krank gemacht, Ernten verdorben und Ehen zerstört zu haben. Mechteld ten Ham wurde der Zauberei für schuldig gesprochen und am 25. Juli 1605 auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.Anton Praetorius Mechteld ten Ham, abgerufen am 28. Mai 2024
Sie war nicht die letzte wegen Zauberei hingerichtete Frau in den Niederlanden. Zwischen 1613 und 1628 fand einer der umfangreichsten Hexenprozesse in Roermond nahe der deutschen Grenze statt, bei dem 56 Frauen und 6 Männer wegen Hexerei verurteilt und auf Scheiterhaufen hingerichtet wurden.Chronik der Zauberei- und Hexenprozesse vom Niederrhein (1074-1738)
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Gedenktafel an der Laak Mechteld ten Ham: rond 1600, slechte tijden 80-jahrige oorlog plundering, epidemieën, onrust het 'volk' zoekt 'n zondebok en vindt in mechteld de ware vrouw, weduwe, en waarschijnlijk 'anders dan anderen' achterklap en pesterijen zat fragt ze zelf een 'proces' een proces betekent verhoor, marteling met als doel: bekennen ze ondergaat de 'waterproef' hier … in de laak blijft drijven, dus is heks ze woord veroordeeld en sterft 25 juli 1605 op de brandstapel
Mechteld ten Ham: um 1600 herum, schlechte zeiten 80-jähriger krieg plünderungen, epidemien, unruhe das 'volk' sucht einen sündenbock und findet in mechteld die richtige frau, witwe und wahrscheinlich 'anders als andere' verleumdungen und mobbing sie will selbst einen 'prozess' ein prozess heisst verhör, folter mit dem ziel: gestehen sie unterzieht sich dem 'hexenbad' hier … in de laak schwimmt oben, also eine hexe sie wird verurteilt und stirbt am 25 juli 1605 auf dem scheiterhaufen
Mechteld-ten-Ham-Wochenende Seit 1993 findet in ’s-Heerenberg jährlich ein Gedenk-Wochenende für Mechteld ten Ham statt. Ihre Geschichte ist als Theaterstück aufbereitet worden.
Einzelnachweise
Kategorie:Opfer der Hexenverfolgung Kategorie:Hingerichtete Person (17. Jahrhundert) Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1605 Kategorie:Niederländer Kategorie:Frau