mini|St. Johannes Baptist in Bad Hindelang Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist steht in Bad Hindelang, einem Markt im schwäbischen Landkreis Oberallgäu in Bayern. Das Bauwerk ist in der Liste der Baudenkmäler in Bad Hindelang als Baudenkmal unter der Nr. D-7-80-123-10 eingetragen. Die Kirche gehört zur Pfarreiengemeinschaft Bad Hindelang im Dekanat Sonthofen des Bistums Augsburg.
Architektur Die neugotische Saalkirche wurde 1865/67 anstelle des Vorgängerbaus nach Plänen von Georg von Stengel durch Johann Baptist Kaufmann errichtet. Sie besteht aus einem Langhaus, einem eingezogenen, von Strebepfeilern gestützten Chor mit Fünfachtelschluss im Osten und einem Chorflankenturm an der Nordwand des Chors, der mit einem achteckigen Geschoss aufgestockt wurde, das die Turmuhr und den Glockenstuhl mit fünf Kirchenglocken beherbergt und mit einem spitzen Helm zwischen Dreiecksgiebeln bedeckt wurde.
Ausstattung mini|Innenansicht Zur Kirchenausstattung gehören Altäre, eine Kanzel und die Darstellung der Marienerscheinung von La Salette. Eine Bilderverehrung von 1728 wird Balthasar Riepp zugeschrieben. Ein Relief mit der Darstellung der Verklärung des Herrn hat 1793 Konrad Eberhard geschaffen. Das Taufbecken wurde 1867 von Luitpold von Bayern gestiftet. Die Statuen der Apostel und der Kreuzweg stammen von Johann Petz.
Orgel Die Orgel wurde 1936/37 von Josef Zeilhuber sen. gebaut und besitzt 54 Register auf drei Manualen und Pedal. In ihr wurden Pfeifen der Vorgängerorgel von Steinmeyer von 1895 weiterverwendet. Das Fernwerk wurde 1956 hinzugefügt und ist auf dem Dachboden des Chorraumes aufgestellt.
Die Disposition lautet: I Hauptwerk Prinzipal 16′ Großprinzipal 8′ Gamba 8′ Gedeckt 8′ Dolce 8′ Oktave 4′ Rohrflöte 4′ Superoktave 2′ Mixtur ′ Scharf 1′ Horn 8′ II Positiv Lieblich Gedeckt 16′ Geigenprinzipal 8′ Quintatön 8′ Wienerflöte 8′ Zartflöte 8′ Prinzipal 4′ Blockflöte 4′ Nachthorn 2′ Mixtur 2′ Cimbel 1′ Rankett 16′ Krummhorn 8′ Regal 4′ III Schwellwerk Bordun 16′ Prinzipal 8′ Jubalflöte 8′ Spitzflöte 8′ Vox coelestis 8′ Aeoline 8′ Hornprinzipal 4′ Kleingedeckt 4′ Quinte ′ Pikkolo 2′ Sifflöte 1′ Cornett 8′ Cimbel ′ Basson 16′ Trompette harmonique 8′ Clairon 4′ III Echowerk Gedeckt 8′ Viola 8′ Aeolsharfe 4′ Echomixtur 2′ Vox humana 8′ Tremolo Pedal Prinzipalbaß 16′ Violonbaß 16′ Subbaß 16′ Zartbaß 16′ ′′Transmission′′ Quintbaß ′ Oktavbaß 8′ Choralbaß 4′ Mixturbaß ′ Posaune 16′
Koppeln: III/I, II/I, III/II, I/P, II/P, III/P, Unteroktavkoppel III/I, Oberoktavkoppel III/I Spielhilfen: Einzelzungenabsteller, Autom. Pedalpiano für 2. und 3. Manual, durch Druckknopf einstellbar, Registercrescendo als Tritt, Registercrescendo ab, zwi freie Kombinationen, Tutti Bemerkungen: Kegelladen, pneumatische Spiel- und Registertraktur Anmerkungen
Glocken NrGussjahrGießerInschrift11510Martin Kisling und Hans Folmer II., Biberacho hailiger ʃant iohans der von muoter leib vol war des hailigen geiʃ s und mit dem finger gezeiget haʃt ain lam on maʃen und verdienet haʃt unʃeren heren zuo toefen und der du auch der heiligeʃt nach seiner muoter geheiʃen bist amen *2maria mater gracie mater misericordie tu nos abhoʃte protege in hora mortis ʃuʃcipe anno domini m ccccc x31950Glockengießerei Wolfart, Lauingen45
Literatur
Weblinks
Katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist auf der Website der Pfarreiengemeinschaft Bad Hindelang
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Oberallgäu St. Johannes St. Johannes Kategorie:Johannes-der-Täufer-Kirche Kategorie:Pfarrkirche des Bistums Augsburg Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Bayern Kategorie:Neugotisches Kirchengebäude Kategorie:Saalkirche in Bayern Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Geläut Kategorie:Disposition einer Orgel