mini|Illustration zu Schillers Lied von der Glocke Hans Kaufmann (* 21. Dezember 1862 in Hohenschwangau; † 12. August 1949 in Traunstein) war ein deutscher Maler und Illustrator.
Leben Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in München (1878–1882) studierte Kaufmann Malerei an der Akademie der bildenden Künste. Zu seinen Lehrern gehörten Ferdinand Barth und Wilhelm von Lindenschmit der Jüngere. 1885 heiratete er Marie Mangold, Tochter eines Dekorationsmalers.
1893/1894 unterrichtete er das Fach Illustration an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins.Yvette Deseyve: Der Künstlerinnen-Verein München e.V. und seine Damenakademie. Eine Studie zur Ausbildungssituation von Künstlerinnen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert (= Kunstwissenschaften. Bd. 12). Herbert Utz Verlag, München 2005, ISBN 3-8316-0479-7, S. 199. Er lebte als freischaffender Maler ab 1896 in Ruhpolding und anschließend von 1913 bis zu seinem Tod in Traunstein.
Anlässlich seines 140. Geburtstages fand 2002 eine Ausstellung zu Leben und Werk des Künstlers im Heimathaus Traunstein statt.
Werk Kaufmann wirkte vor allem als Illustrator für Bücher und Zeitschriften (u. a. die Fliegenden Blätter), gestaltete Werbeplakate, Kalender und Postkarten (u. a. Serie zu Die Glocke). Er fertigte auch kunstgewerbliche Entwürfe, unter anderem für einen silber-vergoldeten Pokal mit Ansicht von München (1892), der von Max Rottmanner dem Jüngeren ausgeführt und in die Sammlung des Münchner Stadtmuseums aufgenommen wurde. Während Kaufmann in Ruhpolding und Traunstein lebte, malte er zunehmend auch Gemälde (Landschaften und Porträts). Er arbeitete in Öl, Aquarell und zeichnete. Sein Spätwerk thematisiert überwiegend Leben und Geschichte der Stadt Traunstein. Auch Wandmalereien und sakrale Werke (Kreuzweg für erzbischöfliches Studienseminar, Votivbild für Wallfahrtskirche Maria Eck, Kriegsvotivbild der Familie Faig in der Kirche Au bei Berchtesgaden) gehören zu seinem Gesamtwerk. Kaufmanns Stil kann der impressionistischen Richtung der Münchner Schule zugeordnet werden, zeigt aber auch Einflüsse der Chiemseemaler. Ein Großteil seiner Werke befindet sich in Privatbesitz. Das Heimathaus Traunstein hält zwei Versionen seines Gemäldes Der Georgiritt in Traunstein (1941) und neun Kopien von salinen-geschichtlichen Bildern.
Literatur
G. B. Volkmar: Der Maler Hans Kaufmann starb vor 25 Jahren. In: Chiemgau-Blätter (= Unterhaltungsbeilage zum Traunsteiner Wochenblatt), Nr. 32, 10. August 1974, S. 1 f.
Weblinks
Illustrationen zu Schillers Lied von der Glocke Hans Kaufmann – der Maler des Georgirittes Traunsteiner Tagblatt
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Illustrator (Deutschland) Kategorie:Hochschullehrer (Akademie der Bildenden Künste München) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1862 Kategorie:Gestorben 1949 Kategorie:Mann