Milchbudekein russischer Name bekannt war ein Ort im Kreis Heiligenbeil in Ostpreußen. Seine Ortsstelle befindet sich heute im Munizipalkreis Rajon Bagrationowsk (Stadtkreis Preußisch Eylau) in der Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) in Russland.

Geographische Lage Die Ortsstelle von Milchbude liegt im südlichen Westen der Oblast Kaliningrad, zehn Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Heiligenbeil () bzw. 43 Kilometer nordwestlich der heutigen Rajonshauptstadt Bagrationowsk ().

Geschichte Das Gründungsjahr des seinerzeit Partheinsche Milchbude genannten Ortes ist nicht belegt.Dietrich Lange: Milchbude, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Lediglich aus einem kleinen Gehöft bestehend wurde der Ort vor 1820 Neuwiese und erst nach 1820 Milchbude genannt.

Das Vorwerk Milchbude war bis 1945 dem Gutsbezirk und der späteren Landgemeinde Partheinen (russisch Moskowskoje) im ostpreußischen Kreis Heiligenbeil zugeordnet.Meyers Gazetteer: Partheinen Im Jahre 1905 zählte Milchbude 15 Einwohner.

Im Jahr 1945 kam der kleine Ort mit dem gesamten nördlichen Ostpreußen als Kriegsfolge zur Sowjetunion. Dann verliert sich seine Spur, wobei er vielleicht nicht mehr besiedelt oder aber in einem Nachbarort aufgegangen zu sein scheint. Seine Ortsstelle liegt jetzt im russischen Rajon Bagrationowsk (Stadtkreis Preußisch Eylau) der Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)).

Religion Über die Muttergemeinde Partheinen war Milchbude bis 1945 in das Kirchspiel der evangelischen Kirche Bladiau (russisch Pjatidoroschnoje) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 458–459

Verkehr Die kaum noch erkennbare Ortsstelle von Milchbude ist von Moskowskoje (Partheinen) aus zu erreichen.

Einzelnachweise

Milchbude (Kreis Heiligenbeil)P Kategorie:Ort im Rajon Bagrationowsk Kategorie:Wüstung in der Oblast Kaliningrad