Der Crozzon di Val d’Agola auch als Prima Cima di Fracingli, Cima Fracinglo oder Crozzon di Fracingli bezeichnet, ist ein hoher Berg in der Brentagruppe.
Lage und Beschreibung Der Crozzon di Val d’Agola ist dem Crozzon di Brenta () nordwestlich vorgelagert und von diesem vom Val Brenta Bassa abgegrenzt. Er liegt am nördlichen Ende der Fracingli-Gruppe, einer Untergruppe im südlichen Bereich der Brentagruppe, nördlich der Scharte Bocchetta di Vallarga (). Im Westen wird er vom Val d’Algola eingegrenzt. Seine bis zu 1000 m hohen, zum Teil mit Latschen und Grasnarben bewachsenen Flanken dominieren das untere Brenta- und Agola-Tal. Besonders eindrucksvoll zeigt sich seine zur Brentei-Hütte gewandte Ostseite.Gino Buscaini, Ettore Castiglioni: Dolomiti di Brenta. Guida dei Monti d’Italia. S. 90.
Alpinismus Die Erstbesteigung des Crozzon di Val d’Agola gelang Gottfried Merzbacher und seinem aus Campitello di Fassa stammenden Bergführer Giorgio Bernard am 25. August 1884. Die beiden stiegen von der Alm Brenta Alta zur Scharte Bocca di Gamosci auf.Pino Prati: Dolomiti di Brenta. S. 113–114. Von dort folgten sie dem die ganze Fracingli-Gruppe durchziehenden Grat auf den Gipfel. Dabei wurden auch die dem Crozzon südlich vorgelagerte Cima Valstretta () erstmals bestiegen.Gino Buscaini, Ettore Castiglioni: Dolomiti di Brenta. Guida dei Monti d’Italia. S. 91.
Eine andere Aufstiegsmöglichkeit ist die von Cesare Bettoni und Cesare Maestri 1970 erstmals begangene Route über den Nord-Nord-West-Grat, überwiegend im Schwierigkeitsgrad II eine Stelle im Schwierigkeitsgrad III. Eine weitere Route (UIAA VI) über den Südwest-Pfeiler wurde 1975 von Gino Buscaini und seiner Frau Silvia Metzeltin eröffnet.Gino Buscaini, Ettore Castiglioni: Dolomiti di Brenta. Guida dei Monti d’Italia. S. 91–92.
Routen und Stützpunkte Trotz seiner imposanten Form wird der Crozzon di Val d’Agola wegen des langen und mühsamen Normalweges nur selten bestiegen. Zudem ist der Aufstieg auch aufgrund des brüchigen Gesteins, des Gerölls und des teilweisen Bewuchses nicht sehr attraktiv.Pino Prati: Dolomiti di Brenta. S. 114. Der Normalweg führt von der Zwölf-Apostel-Hütte über den Übergang Passo di Val Stretta () und die Scharte Bocchetta di Vallarga zum Gipfel. Von der Scharte aus etwa eine Stunde im Schwierigkeitsgrad I.Gino Buscaini, Ettore Castiglioni: Dolomiti di Brenta. Guida dei Monti d’Italia. S. 92. Als Stützpunkte bieten sich je nach Route die Zwölf-Apostel- oder die Brentei-Hütte an.
Literatur und Karte Pino Prati: Dolomiti di Brenta. (=Guida dei Monti d’Italia). Arti grafiche Tridentum, Trient 1926, S. 114 (Digitalisat). Gino Buscaini, Ettore Castiglioni: Dolomiti di Brenta. Guida dei Monti d’Italia. Club Alpino Italiano/Touring Club Italiano, Mailand 1977, S. 90–92. Francesco Cappellari: Dolomiti di Brenta: Volume 5. Massiccio di Cima Tosa, Fracingli, Vallon. Idea Montagna Edizioni, Villa di Teolo 2023, ISBN 979-12-80483-62-1, S. 262–268. Agenzia per la Protezione dell’Ambiente e per i servizi tecnici, Provincia Autonoma di Trento – Servizio Geologico (Hrsg.): Carta Geologica d’Italia: Tione di Trento. Foglio 059. Maßstab 1:50.000 (Digitalisat).
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Einzelnachweise
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