mini|hochkant=1.3|Stolpersteine in der Friedrichstraße 1 Die Liste der Stolpersteine in Meckesheim enthält Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Meckesheim verlegt wurden. Mit ihnen soll an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in Meckesheim lebten und wirkten.
Liste der Stolpersteine In Meckesheim wurden am 18. Februar 2018 zwölf Stolpersteine an zwei Adressen verlegt.Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung: Jüdische Familien symbolisch in die Dorfgemeinschaft zurückgeholt vom 18. Februar 2018 Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben 120px HIER WOHNTEARTHUR KAUFMANNJG. 1902FLUCHTBRASILIEN Leopoldstraße 28 (1902–) 120px HIER WOHNTEIRMA KAUFMANNVERH. COOPERJG. 1908FLUCHTUSA verh. Cooper (1908–) 120px HIER WOHNTEJOHANNA KAUFMANNVERH. LEVYJG. 1896FLUCHT 1940USA , verh. Levy (1896–) 120px HIER WOHNTELINA KAUFMANNGEB. WEILJG. 1868DEPORTIERT 1940GURSINTERNIERT DRANCY1943 AUSCHWITZERMORDET , geb. Weil (1868–1943) 120px HIER WOHNTEMAIER KAUFMANNJG. 1868DEPORTIERT 1940GURSINTERNIERT NEXONTOT 29.11.1942 (1868–1942) 120px HIER WOHNTEMAX KAUFMANNJG. 1898FLUCHTUSA (1898–) 120px HIER WOHNTEALICE STEINJG. 1901DEPORTIERT 1940GURSINTERNIERT DRANCY1942 AUSCHWITZERMORDET Friedrichstraße 1 (1901–1942) Es ist bekannt, dass sie gerne und häufig musizierte und auch im evangelischen Kirchenchor mitgesungen hat. Sie wurde über das Lager Gurs nach Auschwitz gebracht, wo sie, wie ihre Mutter, ermordet wurde.Geschichte der jüdischen Gemeinde in Meckesheim 120px HIER WOHNTEANNA STEINJG. 1898DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTBEFREIT (1898–) war ausgebildete Krankenschwester, wurde 1942 zusammen mit ihrer Tochter Margarete nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebten bis zur Befreiung des Lagers und wanderten im Jahr 1946 zu Verwandten nach Brasilien aus. 120px HIER WOHNTEHEINZ STEINJG. 1907ZWANGSSTERILISIERT 1934KRANKENHAUS HEIDELBERG'SCHUTZHAFT' 1938DACHAUSCHICKSAL UNBEKANNT (1907–) war der jüngste Sohn von Lina Stein und geistig beeinträchtigt. Mit 27 Jahren wurde er in eine Heil- und Pflegeanstalt eingewiesen und in der Folge zwangssterilisiert. Sein Todesdatum ist nicht bekannt. 120px HIER WOHNTEJULIUS STEINJG. 1897DEPORTIERT 1942IZBICAERMORDET (1897 – um 1942–1945) war der älteste Sohn von Lina Stein und hatte für Deutschland im Ersten Weltkrieg gekämpft. Später ging er bei einem jüdischen Kaufmann in die Lehre und betrieb dann in Stuttgart einen Lebensmittelladen. Er wurde 1942 deportiert und 1945 für tot erklärt. 120px HIER WOHNTELINA STEINGEB. NEUBERGERJG. 1876DEPORTIERT 1940GURSINTERNIERT DRANCY1942 AUSCHWITZERMORDET (1876–1942) wurde im Jahr 1876 in Meckesheim geboren. Gerne wäre sie Lehrerin geworden, doch das war damals für ein Mädchen aus dem Dorf nicht möglich. Sie besuchte die Handelsschule in Sinsheim. Mit 20 Jahren heiratete sie und bekam fünf Kinder, wovon eines früh starb. Nachdem sie im Jahr 1908 Witwe geworden war, übernahm sie den Kurzwarenladen in der Friedrichstraße 1. Ihr Geschäft war ein beliebter Treffpunkt für Frauen und Mädchen, berichten Zeitzeugen. In der NS-Zeit wurde der Laden erst überwacht, dann denunziert, boykottiert und letztlich geplündert. Die Familie lebte von den Almosen der Dorfbewohner. Am 22. Oktober 1940 wurde Lina Stein nach Gurs in die französischen Pyrenäen deportiert und im August 1942 in Auschwitz ermordet. 120px MARGARETE STEINJG. 1933DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTBEFREIT (1933–) überlebte mit ihrer Mutter Anna Stein das KZ Theresienstadt. Sie wanderten 1946 zusammen nach Brasilien aus.
Weblinks
stolpersteine.eu – Projektseite des Künstlers Gunter Demnig alemannia-judaica.de – Geschichte der jüdischen Gemeinde in Meckesheim
Einzelnachweise
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