mini|Logo Der 104. Deutsche Katholikentag fand vom 13. bis 17. Mai 2026 in Würzburg statt. Das vom Bistum Würzburg und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken getragene christliche Laientreffen über Christi Himmelfahrt zählte rund 74.000 Besucher.

In Würzburg fanden bereits in den Jahren 1864, 1877, 1893 und 1907 Katholikentage statt.

Leitwort und Programmatik Der Katholikentag hatte zum Ziel, neben der Stärkung des Glaubens auch gesellschaftspolitische Themen aufzugreifen, insbesondere die Verteidigung der Menschenwürde und den Einsatz gegen soziale Ausgrenzung. Passend dazu lautete das Leitwort des Katholikentags Hab Mut, steh auf!, basierend auf dem Markusevangelium (Mk ). Es soll die Teilnehmenden ermutigen, ihrem Glauben zu folgen, sich gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen und aktiv zu einer menschenfreundlichen Gemeinschaft beizutragen.

Organisation und Programm Veranstalter war der Trägerverein 104. Deutscher Katholikentag Würzburg 2026 e. V., der gemeinsam vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und dem Bistum Würzburg gegründet wurde. Zur Vorbereitung des Katholikentags ernannte Bischof Franz Jung zum 1. Juli 2024 Domkapitular Albin Krämer, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bistum, zum Bischofsvikar für den Würzburger Katholikentag. Er war maßgeblich für die Zusammenarbeit zwischen dem Bistum Würzburg, der Katholikentagsleitung und dem Trägerverein verantwortlich. Den Vorsitz der Katholikentagsleitung hatte Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken; Vorsitzender des Trägervereins ist Alexander Schraml, Honorarprofessor an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt für das Recht der Gesundheits- und Pflegeberufe und externer Missbrauchsbeauftragter des Bistums Würzburg.

Das im März 2026 veröffentlichte Programm umfasste rund 900 Einzelveranstaltungen.

Bilanz Mit nach Angaben des ZdK 74.000 Besuchern, die sich auf 34.000 verkaufte Tickets und weitere 40.000 nicht zahlende Teilnehmer aufteilten, war der Katholikentag die meistbesuchte Veranstaltung seiner Art seit dem Katholikentag in Münster 2018.

Kritik Im Vorfeld und während der Veranstaltung kritisierten die Giordano-Bruno-Stiftung und deren Kunst-Aktionsgruppe „11. Gebot“ die staatliche Subventionierung des Katholikentags als „katholische Missionierung auf Staatskosten“. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 10 Millionen Euro übernimmt die öffentliche Hand mit insgesamt 4,44 Millionen Euro rund 44 Prozent der Lasten. Die staatlichen Zuschüsse teilen sich wie folgt auf: 3 Millionen Euro vom Freistaat Bayern, 940.000 Euro vom Bund und 500.000 Euro von der Stadt Würzburg (in Geld- und Sachleistungen). Die Kritiker bemängelten diese Verwendung von Steuergeldern insbesondere vor dem Hintergrund, dass über 56 Prozent der rund 900 Programmpunkte einen spezifisch religiösen Schwerpunkt aufweisen und laut kircheneigenen Studien weniger als zwei Prozent der Teilnehmenden Nicht-Christen sind. Zudem verwies das Protestbündnis auf die Finanzkraft des mitveranstaltenden Bistums Würzburg, dessen Kirchensteuer-Erträge allein im Jahr 2026 rund 178 Millionen Euro betrugen.

Siehe auch Liste der Deutschen Katholikentage

Literatur

Weblinks

Offizielle Website des Katholikentags 104. Katholikentag auf der Website des Bistums Würzburg 104. Deutscher Katholikentag bei WürzburgWiki

Einzelnachweise

#:::104 Kategorie:Römischer Katholizismus in Europa Kategorie:Zentralkomitee der deutschen Katholiken Kategorie:Veranstaltung 2026 Kategorie:Veranstaltung in Würzburg