Joana Osman (* 1982 in München) ist eine deutsch-palästinensische Schriftstellerin und Dozentin.
Leben Joana Osman wurde in München als Tochter eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Sie studierte Amerikanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in München sowie Literacy Management an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg.
2012 wurde sie Mitbegründerin der Israelisch-Palästinensisch-Iranischen Friedensbewegung The Peace Factory, die mittels sozialer Netzwerke Menschen aus Konfliktregionen einander näher bringt. Für The Peace Factory hält Joana Osman mehrmals im Jahr Vorträge und Storytellingworkshops im Nahen Osten und überall auf der Welt, unter anderem bei der UNO in New York City, im House of Lords, London, im Auswärtigen Amt und an diversen Universitäten, bei denen sie sich für Freundschaften zwischen Menschen in Konfliktregionen einsetzt.
Ihre Erfahrungen verarbeitete sie in ihrem 2019 erschienenen Debütroman Am Boden des Himmels. Für diesen Roman, der im Genre magischer Realismus zu verorten ist, erhielt Osman 2020 den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar.
Am 30. August 2023 erschien ihr autofiktionaler Roman Wo die Geister tanzen, in dem sie ihre palästinensische Familiengeschichte erzählt. 2024 erhielt sie dafür den Bayerischen Kunstförderpreis in der Kategorie Literatur.
Am 24. September 2025 erschien ihr Essay Frieden, eine reale Utopie, in dem sie über ihre friedensaktivistische Arbeit reflektiert.
Joana Osman arbeitet als Autorin und Dozentin für Storytelling und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.
Werke Bücher
Frieden. Eine reale Utopie. Penguin Randomhouse, 2025. ISBN 978-3-328-60456-3 Wenn wir vom Fliegen träumen. C. Bertelsmann Verlag, München 2026, ISBN 978-3-570-10590-0.
Textbeiträge Geschichte in Kostümen. Ein Gespräch zwischen Per Leo, Meron Mendel, Joana Osman und Sasha Marianna Salzmann. In: L. Gorelik, M. Schellbach & M. Zadoff: Trotzdem sprechen: Dies ist die konkreteste Utopie unserer Tage! Ullstein Buchverlage, 2024. ISBN 978-3-550-20304-6 Can Art Aid in Resolving Conflicts? In: N. L. Latar, J. Wind & O. Lev-Er: Can art aid in resolving conflicts? 100 Perspectives. Frame Publishers 2018. ISBN 9492311321
Rezeption Die NZZ am Sonntag lobte Osmans Debütroman Am Boden des Himmels als "die Entdeckung einer herausragenden Erzählstimme"
Osmans Roman Wo die Geister tanzen wurde vom Bayerischen Rundfunk als „das richtige Buch, die richtige Stimme zur richtigen Zeit“ bezeichnet. Jutta Czeguhn lobt in der Süddeutschen Zeitung Osmans „szenisch präzise Kraft“, während Stephanie von Oppen von Deutschlandfunk Kultur das Buch einen „sehr persönlichen und zutiefst humanistischen Roman“ nannte.
Sophie Gartmann von der Süddeutschen Zeitung bezeichnete das Buch Wenn wir vom Fliegen träumen als "eine Parabel, die Literatur und Philosophie verbindet". Katja Eßbach lobte im NDR Osmans Ton "der altklug, trotzig, zart und frech ist", und nannte den Roman "eine großartige, berührende Geschichte".
Joana Osmans Essay Frieden, eine reale Utopie,
Einzelnachweise
Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Palästina) Kategorie:Palästinenser Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1982 Kategorie:Frau Kategorie:Autor