Das Nachtjagdgeschwader 200 war ein Verband der Luftwaffe der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Als Nachtjagdgeschwader, ausgestattet mit Nachtjägern vom Typ Focke-Wulf Fw 190, Heinkel He 111, Junkers Ju 88 und Messerschmitt Bf 110 führte es Luftangriffe nach dem „Helle Nachtjagd“-Verfahren (HeNaJa) auf einfliegende feindliche Flugzeuge durch.
Geschichte Vom Nachtjagdgeschwader 200 wurden nur fünf einzelne Staffeln aufgestellt. Einen Geschwader- oder Gruppenstab gab es nicht. Alle fünf Staffeln wurden am 17. August 1943 im besetzten Teil der Sowjetunion aufgestellt und im Deutsch-Sowjetischen Krieg eingesetzt. Die 1. Staffel lag auf dem Fliegerhorst Dno-Griwotschki,Henry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935–45, Russia (incl. Ukraine, Belarus & Bessarabia) S. 155, abgerufen am 14. Mai 2024. im Norden der Ostfront. Die 4. Staffel hatte ihre Basis in Orscha/SüdHenry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935–45, Russia (incl. Ukraine, Belarus & Bessarabia) S. 500, abgerufen am 14. Mai 2024. und die 7. Staffel in Smolensk im Mittelabschnitt, während die 5. Staffel in NikolajewHenry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935–45, Russia (incl. Ukraine, Belarus & Bessarabia) S. 439, abgerufen am 14. Mai 2024. und die 8. Staffel in Stalino im Südabschnitt beheimatet waren.
Im Dezember 1943 wurden die 7. und die 8. Staffel aufgelöst. Die 1. Staffel war im März 1944 der 3. Fliegerdivision der Luftflotte 1 zugeteilt,Bundesarchiv/Militärarchiv: ZA 3/839: Maaß, Bruno Unterstellungsübersichten fliegende Verbände, 1943–1945 während die 5. Staffel dem I. Fliegerkorps der Luftflotte 4 diente.Georg Tessin, S. 445
Am 27. Juni 1944 gingen die 1., die 4. und die 5. Staffel als 5., 6. und 7. Staffel zum Nachtjagdgeschwader 100. Damit hatte das Nachtjagdgeschwader 200 aufgehört zu bestehen.
Gliederung Entgegen der sonst üblichen Gliederung von Geschwadern der Luftwaffe verfügte das Geschwader nur über 5 Staffeln ohne Gruppenstäbe oder einen Geschwaderstab. Die 1., 2., 5., 7. und 8. Staffel, jeweils geführt durch einen Staffelkapitän, waren in drei Schwärme mit je vier Flugzeugen unterteilt. Daraus ergibt sich eine Sollstärke von 60 Flugzeugen.Karl-Heinz Frieser, Klaus Schmider, Klaus Schönherr: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Band 8: Die Ostfront 1943/44 – Der Krieg im Osten und an den Nebenfronten. Hrsg.: Militärgeschichtliches Forschungsamt. DVA, München 2007, ISBN 978-3-421-06235-2, S. 286, 368
Literatur
Einzelnachweise
Nachtjagd #:::200 Kategorie:Gegründet 1943 Kategorie:Aufgelöst 1944