Der Audan Qasaly (, ) ist ein Bezirk im Gebiet Qysylorda in Kasachstan.
Geografie Der Audan Qasaly grenzt im Norden an den Audan Ulytau im Oblys Ulytau, im Osten an den Audan Qarmaqschy und im Süden an die autonome Republik Karakalpakistan in Usbekistan. Westlich grenzt der Bezirk an den Audan Aral.
Die Landschaft ist flach und trocken. Im Norden erstreckt sich die Aral Qaraqum, eine Sandwüste nordöstlich des Aralsees. Im zentralen Bereich des Bezirks gibt es eine Steppenregion, die vom Syrdarja durchflossen wird. Das Wasser des Syrdarja wird um die Stadt Qasaly herum intensiv zur Bewässerung in der Landwirtschaft eingesetzt. Die Anbauflächen werden mit Wasser aus dem Fluss versorgt, das durch ein Kanalsystem zu den Feldern geleitet wird. Südlich des Syrdarja schließt sich die Sandwüste Kysylkum an. Im südwestlichen Teil des Bezirks liegt ein Teil des heute fast ausgetrockneten Aralsees. Durch Austrocknung zerfiel der See, der einst der viertgrößte Binnensee der Erde war, ab den 1980er Jahren in mehrere erheblich kleinere Teile. Auf den trocken gefallenen Teilen des Sees ist die Salzwüste Aralkum entstanden.
Geschichte Bereits im Russischen Kaiserreich wurde 1867 ein Ujesd Kasalinsk gegründet; dieser war Bestandteil der Oblast Syrdarja. Er umfasste auch die heute angrenzenden Bezirke Aral und Qarmaqschy. Der heutige Audan Qasaly wurde in seiner jetzigen Form im Zuge einer großen Gebietsreform in der Kasachischen ASSR 1928 gebildet. Sein Verwaltungszentrum war die Stadt Kasalinsk. 1958 wurde der Verwaltungssitz des Bezirks in das Dorf Nowokasalinsk (heute: Äiteke Bi) verlegt.District History. www.gov.kz, abgerufen am 30. Mai 2024 (englisch).
Bevölkerung Bei der Volkszählung 1999 hatte der Audan Qasaly 68.777 Einwohner. Die Volkszählung 2009 ergab für den Bezirk eine Einwohnerzahl von 72.315. Bei der letzten Volkszählung 2021 lebten 77.107 Menschen im Audan Qasaly. Die Fortschreibung der Bevölkerungszahl ergab zum eine Einwohnerzahl von .
EinwohnerentwicklungSowjetische Volkszählungsdaten: 1939, 1959, 1970, 1979, 1989. In: demoscope.ru, abgerufen am 2. April 2023 (russisch).Kasachische Volkszählungsdaten 1999 und 2009: Kasachische Volkszählungsdaten 2009 und 2021: 1939 1959 1970 1979 1989 1999 2009 2021 62.496 48.006 72.250 80.946 71.652 68.777 72.315 77.107 Anmerkung: Volkszählungsergebnisse
Verwaltungsgliederung Der Audan Qasaly ist in 21 ländliche Bezirke (; ) gegliedert (Stand: 2021). Ländlicher Kreis Einwohner Orte 2009 2021 Äiteke Bi 38.046 44.502 Äiteke Bi Algha 1.803 1.758 Tüktibajew Aqschona 1.162 1.042 Maidaköl Arandy 2.128 2.020 Arandy, Qoschabaqy Aryqbalyq 1.831 1.531 Schanqoscha batyr Bassyqara 1.177 1.112 Bassyqara Birlik 733 748 Birlik Bosköl 988 911 Bosköl Kölaryq 1.208 1.468 Aqtan batyr Maidaköl 2.642 2.617 Bekarystan Bi Mailybas 1.706 1.721 Aqsuat, Baighoscha, Birlik, Mailybas, rsd. 99, rsd. 101, rsd. 102 Muratbajew 1.640 1.487 Muratbajew Örkendeu 1.405 1.282 Schankent Qaraschenggel 1.552 1.562 Altai, Köbek, Ojyndy, Schalangtös batyr, Schitübek, Üirek Qasaly 7.686 7.324 Qasaly Qumschijek 1.801 1.600 Mädenijet, Pirimow, Qoschaqasghan, Tapa Qysylqum 1.524 1.208 Aschar, Käukei Sarbulaq 404 467 Sarbulaq Saryköl 1.259 1.176 Abai, Schuban Schäken 687 680 Schäken, Schili, Schölqum Tassaryq 933 882 Laqaly, Tassaryq, Tassötkel
Weblinks
Website des Audan Qasaly (englisch, kasachisch und russisch)
Einzelnachweise
Qasaly Qasaly