Juliane Friederike Emilie Karwath (* 16. Juli 1877 in Straßburg; † 15. Dezember 1931 in Weimar) war eine deutsche Schriftstellerin und Pädagogin.
Leben miniatur|hochkant|Haus Ithaka Juliane Karwath wuchs als Tochter eines preußischen Verwaltungsbeamten in Neiße in der Nähe der schlesischen Stadt Oppeln auf. Die Familie stammte aus Schlesien; in der Gegend von Kreuzburg befand sich eine Karwath-Mühle.Juliane Karwath, Die Abenteuer des Müllers Crispin, 13. Januar 2022 auf Peter Klotz: Die Karwathmühle zu Alt-Tschapel, auf das-kreuzburger-land.de
1895 übersiedelte sie nach Posen. Wegen eines Augenleidens konnte sie den Plan, Malerin zu werden, nicht verwirklichen. 1899 bis 1901 besuchte sie das Lehrerinnenseminar der Königlichen Gewerbeschule in Lübeck, wo sie das Examen als Koch- und Haushaltslehrerin ablegte. Danach war sie an verschiedenen Haushaltsschulen in Sachsen und Schlesien angestellt, schließlich von 1906 bis 1922 als sog. Elementarlehrerin in Gera. Danach wirkte sie als freie Schriftstellerin in Schlesien, bevor sie nach Thüringen, erst nach Erfurt und schliesslich nach Weimar kam. Sie war befreundet mit Ricarda Huch und Mitglied im Schutzverband Deutscher Schriftsteller.
Juliane Karwath wohnte zuletzt in der Bahnhofstraße 30 in Oberweimar. Eine Gedenktafel erinnert daran.Art. Karwath, Juliane: in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 242. Sie starb 1931 im Alter von 54 Jahren unverheiratet im Haus Ithaka.Juliane Karwath auf literaturland-thüringen.de Juliane Karwath schrieb zehn Romane und einige Novellen,Juliane Karwath – Die Abenteuer des Müllers Crispin (Buch) auf www.booknerds.de die Zeit ihres Lebens wenig gewürigt wurden. Heute ist sie weithin vergessen.
Der Nachlass von Juliane Karwath liegt im Goethe- und Schiller-Archiv.Christiane Weber: Weimarer Ehepaar sucht würdigen Platz für Grabplatte, in: Thüringer Allgemeine vom 14. November 2019
Ihr Grab befindet sich auf dem Historischen Friedhof Weimar.Weimarer Nachrichten vom 28. Oktober 2022
Werke (Auswahl) Das Feuer hinter dem Berge. Roman, E. Fleischel, Berlin 1913. Neuauflage Hofenberg, Berlin 2021, ISBN 978-3-7437-3933-8 Die Abenteuer des Müllers Crispin, hrsg. von Martin A. Völker, Verlag: Elsinor Verlag, Coesfeld 2021 (Neuauflage; Original von 1921) Aglai, Berlin: Volksverband d. Bücherfreunde, 1924. Marie Duchanin, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, 1926. Der Ritt mit dem wilden Jäger, Breslau: Ostdeutsche Verlagsanstalt, 1926. Die Droste, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, 1929 [Ausg. 1928]
Einzelnachweise
Sophie Hochstetter: Zu Juliane Karwaths Gedächtnis, in: Die Frau 39, 6 (1932), S. 346–349.
Weblinks
Juliane Karwath auf deutsche-digitale-bibliothek.de Juliane Karwath auf literaturland-thüringen.de Porträtfoto auf re-book.de Juliane Karwath auf Thüringer Literaturrat Juliane Karwath auf www.978-3.com
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