Sukūn, , geb. im 8. oder 9. Jahrhundert, gest. im 8. oder 9. Jahrhundert, war eine Sängersklavin im Besitz des Tahir bin al-Hussain aus der Dynastie der Tahiriden. Zudem war sie dessen Konkubine.
Leben Sukūn war eine muwallada - von gemischter ethnischer Herkunft - und stammte aus einem Beduinenstamm von der Sinai-Halbinsel.Yasemin Gökpinar: Der ṭarab der Sängersklavinnen: Masālik al-abṣār fī mamālik al-amṣār von Ibn Faḍlallāh al-ʿUmarī (gest. 749/1349): Textkritische Edition des 10. Kapitels Ahl ʿilm al-mūsīqī mit kommentierter Übersetzung, Ergon Verlag, Baden-Baden 2021, S. 116–119. Sie wurde im Hause des Kasḥir bin Muḥammad aufgezogen und zusammen mit anderen Mädchen zu einer Sängersklavin ausgebildet. Später bekam sie Unterricht von dem berühmten Musiker und Sängersklavinnen-Ausbilder Ishaq al-Mausili (767/772 – 850).
Später wurde sie eine Sklavin des Tahir bin al-Hussain, eines Mitgliedes der Tahiriden-Dynastie, der später zum Gouverneur der Abbasiden-Kalifat-Provinz Chorasan ernannt wurde. Sie war zudem dessen Konkubine. Zeitweise wurde sie in Tahirs Gunst von einer konkurrierenden Sklavin verdrängt.
Rezeption Sukūn wird in der klassisch-arabischen Literatur unter anderem im Lexikon von Masālik al-abṣār fī mamālik al-amṣār des Ibn Fadlallah al-Umari (1301–1349) erwähnt, der sie zu den großen Dichtern zählt.
Literatur
Arabische Primärquellen
Ibn Fadlallah al-Umari (1301–1349): Masālik al-abṣār fī mamālik al-amṣār.
Sekundärliteratur
Yasemin Gökpinar: Der ṭarab der Sängersklavinnen: Masālik al-abṣār fī mamālik al-amṣār von Ibn Faḍlallāh al-ʿUmarī (gest. 749/1349): Textkritische Edition des 10. Kapitels Ahl ʿilm al-mūsīqī mit kommentierter Übersetzung, Ergon Verlag, Baden-Baden 2021.
Siehe auch
Liste bekannter Sängersklavinnen
Einzelnachweise
Kategorie:Sängersklavin im Abbasiden-Kalifat Kategorie:Geboren im 8. oder 9. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 8. oder 9. Jahrhundert Kategorie:Frau