mini|hochkant|Schloss Linz mini|hochkant|Stiftskirche Kremsmünster, Umbauarbeiten 1614– mini|hochkant|Linz Innenstadt Ehem. Kremsmünsterer Stiftshaus 1616 mini|hochkant|Linz Florianer Stiftshaus mini|hochkant|Linzer Landhausturm mini|hochkant|Landhaus Steinerner Saal heute, Raumerhöhung und Gewölbe 1615/16 mini|hochkant|Ehem. Kapuzinerkirche Wels 1629–1631 mini|hochkant|Linz ehem. Khevenhüllersches Freihaus mini|hochkant|Schottenkirche in Wien Marco Martino Spazzio (Marx Martin Spaz, Marco Spazio, * in Lanzo d’Intelvi, LombardeiMartino Spazzi, Liste von Persönlichkeiten aus Lanzo d’Intelvi; † 1644 in Wien) war ein Architekt und Hofbaumeister.

Leben Familie und Ausbildung Marco Spazio war ein Mitglied der europaweit verzweigten Künstlerfamilie Spaz/Spazzio. Sein Vater, der Baumeister Hans Spaz der Jüngere, dem nach Christoph Canevales Tod 1596 die Bauleitung des Linzer Schlosses übertragen wurde.Ernst Guldan: Die Berufung des kaiserlichen Schloßbaumeisters Christoph Caneval als Sachverständiger an den Münchner Hof 1588. In: Historisches Jahrbuch der Stadt Linz 1955. Linz 1955, S. 280, Anmerkung 14, Hans Spaz d. J. (). Seit 1604 arbeitete Marco beim Vater am kaiserlichen Schloss.

Werke (Auswahl) Oberösterreich Linzer Schloss, Kapelle und Brunnen 1613 als „Baumeister des kaiserlichen Linzer Schlosses“ bezeichnet. Die Hofbaumeister Marc Martin Spaz und Giovanni Maria Philippi errichteten 1616 das unter Rudolf II. angefangene ‚Wallgebäude‘Beim Brand von 1800 zerstörter Stall- und Dienerschaftstrakt. Weiters einen künstlerisch gestalteten Steinbrunnen, für den 5.800 Gulden bewilligt wurden, aber 1636 beschädigt.Lothar Schultes: Das Linzer Schloss von den Anfängen bis zum Ende der Monarchie. Führer 2016 1979, S. 30 f. Marc Martin Spaz ()Dehio Linz 2009

Stift Kremsmünster, Bezirk Kirchdorf Der Vertrag von Abt Anton Wolfradt mit Baumeister Marx Martin Spaz im Jahre 1614 hat sich nicht erhalten. Er hatte die Gesambauleitung bis 1621. Es erfolgten Umbauten in der Stiftskirche Kremsmünster, wie Vergrößerung der Seitenapsiden, Stuckaturen durch Johann Baptist Spaz.Bernhard Peter, Stift Kremsmünster und seine Äbte. Die Gebäude: Stiftskirche.Abt Anton WolfradtStift Kremsmünster, Stiftskirche. In: Herbert Schindler: Barockreisen in Österreich, An der Donau entlang. Verlag Prestel, München 1966, S. 125 f.

Martinskirche am Asperg bei Kremsmünster Die Martinskirche wurde 1615 von Baumeister Spaz errichtet. und 1788 verkauft.Gemeinderat Kremsmünster 2019

Kremsmünster Stiftshaus in Linz Das Stift Kremsmünster ließ ihr Stiftshaus in der Linzer Innenstadt im Renaissancestil neu errichten. Baumeister Marc Martin Spaz gab dem Gebäude 1616 sein heutiges Aussehen, erhöhte es und brachte die Runderker mit Zwiebelhelmen an.

Florianer Stiftshaus in Linz Zuschreibung: Propst Leopold vom Stift Sankt Florian ließ nach einem Grundstückserwerb 1615 bis 1618 das neue Florianer Stiftshaus errichten.

Landhaus in Linz Der Landhausturm wurde 1568 als Treppenturm errichtet, von Baumeister Spaz 1637 erhöht. Der Ständesaal, auch Steinerner Saal wurde 1615/16 erhöht und mit Gewölben ausgestattet.Der Linzer Landhausturm. In: Euro–Journal 2005/1, S. 6 ().

Kapuzinerkloster in Wels Baubeginn des Welser Kapuzinerklosters erfolgte 1629 mit Baumeister Markus Martin Spaz.Rudolf Ardelt: Klostergründungen in Oberösterreich von 1600 bis 1780/90 und ihr Beitrag zur katholischen Erneuerung. In: Neues Archiv für die Geschichte der Diözese Linz. Jahrgang 3, Heft 2, 1984/85, S. 114 ().

Schloss Lamberg in Steyr Die Parkanlage von Schloss Lamberg wurde 1618 unter Aufsicht des kaiserl. Baumeisters mit einer Mauer umgeben.Schloss Lamberg

Stadtpfarrhof in Steyr 1630 war Baubeginn des Stadtpfarrhofes in Steyr, 1631 eingestellt. 1684 bis 1687 erfolgte der Aufbau durch Baumeister Georg Aigner nach Plänen von Marc Spaz.Josef Ofner: Der Stadtpfarrhof (Brucknerplatz 4 – Stadtpfarrpfründe). In: steyr.at, abgerufen am 27. September 2012.

Ehem. Khevenhüllersches Freihaus in Linz Zuschreibung: Die Familie Thürheim erwarb 1633 in der Altstadt ein Grundstück, ein Jahr später wurde ein Neubau errichtet, vermutlich von Marx Spaz.Dehio Linz 2009

Kapuzinerkirche in Gmunden Kapuzinerkirche (Gmunden) 1636 Stift Schlägl, Bezirk Rohrbach Das Stift Schlägl erhielt unter Abt Martin III. Greysing (1626–1665) durch Baumeister Marx Spaz seine heutige Form.Stift Schlägl, Stiftsgebäude. In: Reclams Kunstführer Österreich. I = Wien, Ober- und Niederösterreich, Burgenland, 1961, S. 405 (Spazio Marco).

Schloss Salaberg bei Stadt Haag Im Bauvertrag vom 3. Februar 1637 des Georg Siegmund von Salburg mit dem Hofbaumeister Markus Martin Spatz wurden neue Trakte des Schlosses festgelegt.Schloss Salaberg

Loretokapelle an der Pfarrkirche Schörfling am Attersee 1638 baute Markus Spaz eine Loretokapelle an die Pfarrkirche Schörfling am Attersee. Schörfling wurde ein Marienwallfahrtsort. Ein Großbrand im Jahr 1787 zerstörte die Kapelle.Franco Cavarocchi: Künstler aus dem Valle Intelvi in Salzburg und Österreich. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Jahrgang 119, 1979, S. 298 Marco Martino Spazzi ().

Wien, Innere Stadt Schottenkirche auf der Freyung Nach Bauschäden erfolgte ein Neubau der Schottenkirche. Die Baumeister Spaz und Antonio Carlone schlossen am 11. Juli 1638 einen Vertrag mit dem Schottenstift über umfangreiche bauliche Veränderungen ab. Beide scheinen als Bauführer auf und Meister Marco erhielt für seine Arbeit 1642 eine Zahlung.Schottenkirche. In: Dehio Wien: 1. Bezirk-Innere Stadt. 2003, ISBN 3-85028-366-6, S. 147 (Spazzio Marco (Bm)). Sämtliche Steinmetzarbeiten wurden Peter Concorz, kaiserlicher Kammerbildhauer und Hofsteinmetz, übertragen.

Literatur

Max Pfister, Bernard Anderes: Spazzi Hans (II.) und Spazzi/Spazzio Marco Martino. In: Repertorium Tessiner Künstler. Der vergessene größte Kulturbeitrag der Schweiz an Europa. Band 2. (alphabetisch) 1994.

Weblinks Linzwiki Spazgasse

Helmuth Furch (Hrsg.): Schottenkirche, Markus Spätz. S. 41. Kaiserstein in Wiener Bauten, 1. Teil

Einzelnachweise

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