mini|Wappen derer von (der) Hege im Wappenbuch des Westfälischen Adels Hege (auch von (der) Heghe, von (der) Heyghe o. ä.) ist der Name eines essenschen Adelsgeschlechts.

Die Familie ist zu unterscheiden von den münsterländischen Herren von der Hege.

Geschichte Der namensgebende Stammsitz des Geschlechts war ein zum Stift Essen gehörendes Haus in der Hege (domo in der Hege), das bereits 1285 erwähnt wird.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0248 / Essen, Stift, Urkunden AA 0248, Nr. 105, abgerufen am 5. Mai 2024. Laut Max von Spießen waren Herren von Hege Lehnsleute der Abtei Werden.Spießen (1901–1903), S. 67.

1316 treten die Brüder Gerhard, Rutger und Arnold von Hege als Bürgen für ihren Bruder Caesarius von Schedelich auf.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0248 / Essen, Stift, Urkunden AA 0248, Nr. 261, abgerufen am 5. Mai 2024. Arnold von Heghe tritt im selben Jahr ein weiteres Mal als Urkundenzeuge auf,Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0248 / Essen, Stift, Urkunden AA 0248, Nr. 262, abgerufen am 5. Mai 2024. ferner 1327 (als Knappe und zusammen mit Wenemar von Hege) und 1328.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0248 / Essen, Stift, Urkunden AA 0248, Nr. 327, abgerufen am 5. Mai 2024.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, Reichskammergericht 766 Bl. 58 f.

Sophia von Hege (Heygheren) wurde 1359 von Gerhard von der Poe (de Pavone), Dechant an St. Georg in Köln, nach einer Prüfung im Lesen und Kirchengesang sowie ihres Lebenswandels für geeignet erklärt, in das Stift Schwarzrheindorf einzutreten. An dieser Stelle werden auch der Vater der Sophia und Cesarius von der Heghe erwähnt.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0498 / Schwarzrheindorf, Urkunden AA 0498, Nr. 28, abgerufen am 5. Mai 2024.

Spießen gibt an, dass die Familie um 1500 erlosch.

Wappen Blasonierung: In Gold eine rote Pferdepramme. Auf dem rot-golden bewulsteten Helm eine rote Pferdepramme zwischen einem offenen silbernen Flug.

Die Familie gehört damit zu einer größeren Geschlechtergruppe aus dem Stift Essen und der Grafschaft Mark, die eine oder mehrere Pferdeprammen im Wappen führ(t)en. Zu dieser Gruppe gehören u. a. die op dem Berge, Ense, Altendorf, Sevinghausen, von der Horst-Eickenscheidt, Holtey, Schedelich, Dorneburg genannt Aschebrock, Dorneburg genannt von der Lage, Boele und von der Leithe.

Literatur Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 67 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tafel 163 (uni-duesseldorf.de).

Einzelnachweise

Kategorie:Rheinländisches Adelsgeschlecht