Der Waldbotanische Garten ist ein mittlerweile verwilderter Park innerhalb der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels, der im frühen 20. Jahrhundert entstand und während der zweiten Hälfte des Jahrhunderts verwilderte.
Lage Der ehemalige Park liegt im Einzugsgebiet des Rehbergs. Er befindet sich größtenteils auf der Gemarkung von Waldrohrbach und zu einem kleinen Teil auf der Gemarkung der Stadt Annweiler am Trifels, deren Kernstadt sich weiter nördlich erstreckt. Weiter östlich befindet sich deren Stadtteil Bindersbach. In unmittelbarer Nähe nordwestlich steht die Klettererhütte. Durch das frühere Parkgelände verlaufen mittlerweile mehrere Wanderwege.
Geschichte Dem Bau des Kurhauses Trifels folgte 1913 auf Initiative der Stadt Ludwigshafen am Rhein die Einrichtung eines waldbotanischen Gartens mit seltenen Laub- und Nadelhölzern im Sattel zwischen Rehberg und Asselstein. Der Stadteinnehmer Georg Lux stellte den Antrag
Der Antrag war erfolgreich. Zu seiner Errichtung wurden 4830 Quadratmeter Land von zwei Privatpersonen gekauft. Die dafür erforderliche Rodung führte das Forstamt Annweiler durch.
Zudem wurden Spazierwege angelegt und zwei Brunnen – ein Laufbrunnen und ein Springbrunnen – errichtet. Zwei Jahrzehnte später wurde zur Wasserversorgung eine Rohrleitung von der nahen Rehbergquelle gelegt.
Der waldbotanische Garten war bereits in der Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg der Verwilderung und dem Verfall preisgegeben; dieser Prozess setzte sich in den folgenden Jahrzehnten fort. Zudem verzichtete die Stadt Ludwigshafen auf eine Wiederherrichtung des Geländes. Auf diese Weise bleiben lediglich wenige Überreste, Brunnenanlagen und ein großer Mammutbaum. Mittlerweile verläuft die Trifelsstraße durch den südwestlichen Teil der Anlage. 1969 ließ der Postbeamte Christian Gerstle aus Pirmasens eine Vogeltränke in Kombination mit einer Skulptur aus Sandstein errichten; diese Anlage wird „Christian Gerstle Brünnel“ genannt.
Anlage Inmitten des Parks befand sich eine hölzerne Hütte. Diese verfiel nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend und fiel schließlich einem Brand zum Opfer. Hinzu kam außerdem ein Weiher, dessen Damm bis in die Gegenwart zu erkennen ist.
Einzelnachweise
Kategorie:Waldrohrbach Kategorie:Parkanlage in Rheinland-Pfalz