Die Coccophaginae bilden eine Unterfamilie der Erzwespenfamilie Aphelinidae. Das Taxon geht auf den Entomologen Arnold Foerster im Jahr 1878 zurück. Die Unterfamilie ist die artenreichste der Aphelinidae mit mehr als 900 beschriebenen Arten, darunter 450, die der Gattung Encarsia zugeordnet werden.
Merkmale Die sehr kleinen Erzwespen zeichnen sich innerhalb der Aphelinidae durch 7–9 Fühlerglieder aus. Weiterhin weisen die Vorderflügel keine linea calva auf. Die Gruppe wird aufgrund des Fehlens einer mesofurkalen Brücke, der besonderen Gestalt der Mesofurka sowie einer einzigartigen Modifikation der laterophragmalen Muskeln als monophyletisch betrachtet.
Verbreitung Die Unterfamilie ist kosmopolitisch verbreitet.
Lebensweise Die Erzwespen parasitieren hauptsächlich sessile Pflanzenlausnymphen, insbesondere aus den Taxa der Mottenschildläuse und Deckelschildläuse. Mehrere Arten werden in der biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt und kommerziell im Online-Handel vertrieben.
Innere Systematik Die Coccophaginae umfassen folgende Gattungen: Bardylis , 1907 – 10 Arten Coccobius , 1852 – 108 Arten Coccophagoides , 1915 – 9 Arten Coccophagus , 1833 – 268 Arten Diaspiniphagus , 1927 – 9 Arten Dirphys , 1914 – 6 Arten Encarsia , 1878 – 450 Arten Idiococcobius , 2010 – 1 Art (I. encarsoides) Lounsburyia , 1961 – 2 Arten Mexidalgus , 2014 – 2 Arten Oenrobia , 1995 – 1 Art (O. kinabaluensis) Prococcobius , 2015 – 1 Art (P. polaszeki) Prophyscus , 1940 – 2 Arten Pteroptrix , 1833 – 72 Arten Timberlakiella , 1936 – 1 Art (T. applanatonervus) Verekia , 1954 – 1 Art (V. bruchocida)
Einzelnachweise
Kategorie:Erzwespen Kategorie:Chalcidoidea