Werner Jannings (* 1886 in Arbon, Schweiz;New York, New York Passenger and Crew Lists, 1909, 1925-1957, FamilySearch , Eintrag für Werner Jannings, 1938. † nach 1945) war ein deutscher Kaufmann und Politiker. Er war unter anderem Leiter der NSDAP in Nordchina.
Leben Werner Jannings kam als jüngster Sohn des in die Vereinigten Staaten ausgewanderten deutschen Kaufmanns Emil Jannings (ursprünglich „Janenz“) und dessen Ehefrau Margarethe (geb. Schwabe) im schweizerischen Arbon am Bodensee zur Welt.Roman Rocek: Die neun Leben des Alexander Lernet-Holenia. Eine Biographie. Böhlau, Wien u. a. 1997, ISBN 3-205-98713-6, S. 186. Zu seinen drei Geschwistern zählte der Schauspieler Emil Jannings.Geist und Tat. Europäische Verlagsanstalt, 1946, S. 29 ().Mechthild Leutner (Hrsg.): Deutschland und China 1937–1945. Walter de Gruyter, 2009, ISBN 3050048077, S. 477 ().Wolf Schenke: Siegerwille und Unterwerfung. Herbig, 1988, ISBN 3776615419, S. 141 ().Andreas Wirsching, Stefan Creuzberger, Hélène Miard-Delacroix, Mechthild Lindemann: Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1954. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2023, ISBN 3111140830, S. 660 (). Sein Bruder Walter (1885–1965) war Kaufmann in Berlin-Friedenau.
Jannings besaß die deutsche Staatsbürgerschaft. Ab 1911 arbeitete er in China für die Firma Siemssen & Co. Er war mit der Hamburgerin Ella (geb. Schulz) verheiratet und lebte mit seiner Familie in der nordchinesischen Hafenstadt Tientsin. Dort wurden seine Tochter Gisela (* 1918) und sein Sohn Werner (* 1929) geboren. Das Adreßbuch für das Deutschtum in Ostasien (ADO) für das Jahr 1925–1926 weist Jannings in Tientsin mit der Adresse 83 Woodrow Wilson Street aus.Adreßbuch für das Deutschtum in Ostasien 1925–1926, Shanghai 1926, S. 138. Im Jahr 1931 übernahm er in Tientsin die Leitung der dortigen Filiale von Siemssen & Co.
Jannings war Mitglied des China-Instituts der Universität Frankfurt.
Besondere Bekanntheit erlangte er als Sammler chinesischer Bronzen. Die Werner Jannings Collection befindet sich heute im Chinese National Palace Museum in Peking. Der Kunsthistoriker Max Loehr verfasste darüber 1956 eine Monografie.
Literatur Max Loehr: Chinese Bronze Age Weapons: The Werner Jannings Collection in the Chinese National Palace Museum, Ann Arbor 1956 (englisch).
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