Die evangelische Pfarrkirche St. Ulrich (auch Ulrichskirche) steht in Sulzbach an der Murr, einer Gemeinde im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg. Das Bauwerk ist beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg als Baudenkmal eingetragen. Die Kirche gehört zum Kirchenbezirk Backnang der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Beschreibung alternativtext=Blick auf den Chor der Pfarrkirche St. Ulrich in Sulzbach an der Murr|mini|Innenraum: Blick Richtung Chor Die Kirche ist benannt nach dem heiligen Ulrich, Bischof von Augsburg. Anstelle der alten Wehrkirche, die beim Dorfbrand 1753 den Flammen zum Opfer fiel, wurde die Saalkirche bis 1756 mit Hilfe einer Kollekte als eine Predigtkirche neu errichtet. Der Chorturm im Osten des Langhauses brannte 1856 infolge eines Blitzschlags aus. Beim Wiederaufbau wurde er mit einem spitzen Helm bedeckt. Das oberste Geschoss mit abgeschrägten Ecken beherbergt hinter den als Biforien gestalteten Klangarkaden den Glockenstuhl. Das Portal befindet sich in der Fassade im Westen.
Der Innenraum des Langhauses ist mit einer Kassettendecke überspannt. Auf den Emporen an den Längsseiten finden die Gottesdienstbesucher ihren Platz. Auf einer Empore an der Schmalseite steht die Orgel. Der Altar steht vor der Glasmalerei im Chor, auf der das Leben Jesu Christi dargestellt ist. Kruzifix und Kanzel stammen aus der Renaissance.Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. W. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 552–554.
Glocken Die ältesten nachweisbaren Glocken der Ulrichskirche schmolzen beim Brand 1753. Drei neu angeschaffte Glocken wurden durch den Blitzschlag 1857 abermals zerstört. Von den daraufhin 1858 angeschafften Glocken, deren Jahreszahl noch heute den Glockenstuhl ziert, mussten im Kriegsjahr 1917 die beiden größeren Glocken als Metallspende dem Heer abgegeben werden; demselben Schicksal fielen die 1921 angeschafften Exemplare im Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Ihr Klang blieb durch Aufnahmen des damaligen Kaufmannes Gelbing jedoch für die Nachwelt erhalten. Sie wurden 1950 durch die Firma A. Bachert ersetzt, 1977 kam schließlich die vierte Glocke hinzu, die ebenfalls von Bachert gegossen wurde. Als ältestes Exemplar ist die Taufglocke von 1858 erhalten geblieben, sie befindet sich heute im Museum der Firma Bachert. + Glocken von St. Ulrich Glocke Name GlockengießerGussort Gussjahr Schlagton Masse(kg, ca.) Durchmesser(cm, ca.)InschriftGlockenzierI.DominicaA. BachertHeilbronn1977e11100124O LAND, LAND, LAND HÖRE DES HERRN WORTAufgeschlagene BibelII.BetglockeA. BachertHeilbronn1950fis1825111,5EHRE SEI GOTT IN DER HÖHE Kreuz, Alpha, Omega, betende HändeIII.KreuzglockeA. BachertHeilbronn1950a146293CHRISTUS IST UNSER FRIEDE Christus als Richter der WeltIV.TaufglockeA. BachertHeilbronn1977cis235878WER MICH HÖRT NAH ODER FERN WALLE FROMM ZUM HAUS DES HERRN / LÄUT, GLOCKE, LÄUTE SO FRÜH BIS SPÄT UND RUF UNS IMMER ZUM GEBET_
Geläute Bei Hochzeiten: fis1–a1–cis2 Bei Beerdigungen: e1–fis1
Literatur
Weblinks
Ulrichskirche auf der Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Rems-Murr-Kreis Kategorie:Wehrkirche in Baden-Württemberg St Ulrich Kategorie:Ulrichskirche Kategorie:Kirche in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Kategorie:Saalkirche in Baden-Württemberg Kategorie:Erbaut in den 1750er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Chorturmkirche Kategorie:Geläut