Morrenkein russischer Name bekannt war ein Ort im Kreis Heiligenbeil in Ostpreußen. Seine Ortsstelle befindet sich heute im Munizipalkreis Rajon Bagrationowsk (Stadtkreis Preußisch Eylau) in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)).
Geographische Lage Die Ortsstelle Morrens liegt im südlichen Westen der Oblast Kaliningrad, 24 Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Heiligenbeil () bzw. 30 Kilometer nordwestlich der heutigen Rajonshauptstadt Bagrationowsk ().
Geschichte Murren wurde 1507 erstmals urkundlich erwähnt.Dietrich Lange: Morren, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Das kleine Gutsdorf wurde nach 1518 Morkenn und vor 1785 bereits Morren genannt.
Als 1874 der Amtsbezirk Pörschken (russisch Nono-Moskowskoje) im ostpreußischen Kreis Heiligenbeil errichtet wurde, war der Gutsbezirk Morren von Anfang an dazugehörig.Rolf Jehke: Amtsbezirk Pörschken 58 Einwohner zählte Morren im Jahre 1910.
Am 30. September 1928 vereinigten sich die Exklave Gemarkung Forst Greiben des Gutsbezirks Morren sowie die Gutsbezirke Albeneck, Grünwehr und Praußen mit der Landgemeinde Legnitten (russisch Proletarskoje), sowie die Gutsbezirke Groß Klingbeck und der Rest von Praußen sowie der Rest von Morren mit der Landgemeinde Wargitten (russisch Oktjabrskoje).
Mit dem gesamten nördlichen Ostpreußen kam Morren 1945 in Kriegsfolge zur Sowjetunion. Danach gibt es von Morren keine Nachrichten mehr, der Ort galt schon bald als untergegangen. Seine Ortsstelle liegt im Rajon Bagrationowsk (Stadtkreis Preußisch Eylau) in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)).
Religion Der Gutsort Morren gehört bis 1945 zum evangelischen Kirchspiel der Kirche Pörschken (russisch Nowo-Moskowskoje) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 460
Verkehr Die kaum noch erkennbare Ortsstelle von Morren ist sowohl von Oktjabrskoje (Wargitten) als auch von Proletarskoje (Legnitten) aus zu erreichen.
Der Haltepunkt O.p. 1307 km ist heute die nächste Bahnstation. Sie liegt an der Bahnstrecke Kaliningrad–Mamonowo (), einem Teilabschnitt der einstigen Preußischen Ostbahn.
Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Morren
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1509 Kategorie:Ort in Ostpreußen Kategorie:Ort im Rajon Bagrationowsk Kategorie:Wüstung in der Oblast Kaliningrad