Luise Thiersch-Patzki (* 3. März 1870 in Haynau, Kreis Goldberg-Haynau, Provinz Schlesien; † 2. Januar 1937 in Leipzig, Sachsen) war eine deutsche Kunstmalerin, die vor allem Landschaften malte, aber auch als Architektur- und Figurenmalerin bekannt war.Walther Killy, Rudolf Vierhaus: Dictionary of German Biography, Vol. 10: Thiebaut - Zycha, München 2006, S. 9.

Leben Familie Luise Thiersch-Patzki wurde geboren als Luise Patzki, drittes Kind des Kaiserlichen Geheimjustizrates Franz Julius Robert Patzki und seiner Ehefrau Johanna Friederike Dorothea John, beide aus Marienburg in Westpreußen.Friedrich Thiersch: Ahnentafel der Kunstmalerin Luise Thiersch-Patzki. 1939. Luise hatte sechs Geschwister, ihre Familie zog nach Leipzig. Dort heiratete sie 1895 den Justizrat und Rechtsanwalt Friedrich Thiersch, einen Sohn des Leipziger Chirurgen und Universitäts-Professors Carl Thiersch. Luises Ehemann Friedrich Thiersch veröffentlichte 1939 nach dem Tod seiner Ehefrau ihre Ahnentafel auf Grundlage einer Kartothek, die sie selbst auf Basis eigener Forschung zwischen 1933 und 1936 angelegt hatte, welche 1971 durch Luises Bruder Hans Richard Emil Franz Patzki handschriftlich erweitert und 2018 in Schwerin versteigert wurde.Ahnentafel der Kunstmalerin Luise Thiersch-Patzki (1870 - 1937) u. deren Nachkommen, ab 1310, auf lot-tissimo.com

Leben als Künstlerin Luise Thiersch-Patzki besuchte Abendkurse an der Staatsakademie in Leipzig und absolvierte Studienreisen durch Deutschland, Belgien, die Niederlande, Großbritannien, Dänemark, Frankreich, Schweden, Schottland und Italien. Sie war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes.Mitglieder ab 1903 Ordentliche Mitglieder des Deutschen Künstlerbundes, auf kuenstlerbund.de

Herbarium Von ihren Reisen brachte Luise Thiersch-Patzki auch Pflanzenteile für ihr eigenes Herbarium sowie für das Herbarium Leipzig[ mit, u. a. aus Slowenien (siehe HerbarbelegSerratula tinctoria L., auf bgbm.org),Curators Herbarium B (2000+). Digital specimen images at the Herbarium Berolinense, image ID: 258896. [Dataset]. Version: 27 Apr 2024. Data Publisher: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin. Jugoslawien,Franz Speta: Die Gattungen Chaenorhinum (D.C.), Reichenb. und Microrrhinum (endl.) fourr im östlichen Teil ihrer Areale (Balkan bis Indien). In: Stapfia. Publikation der Botanischen Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz. Nr. 7, Linz, 22.12.1980, S. 17 (). Kroatien,Accedi per vedere questo oggetto in altre lingue, auf europeana.euB 10 1149110, auf herbarium.bgbm.org, abgerufen am 8. Mai 2024 BeuronGünter Gottschlich, Karl Heyde Siegfried Bräutigam: Bemerkenswerte Hieracium-/Pilosella-Belege im Herbarium des Naturkundemuseums Leipzig (NML), Dez. 2023, S. 9. und Sachsen.Karl Michael Heyde, Karl Michael Heyde, Frank Müller: Buglossoides arvensis (L.) I. M. Johnst. versus Buglossoides incrassata (GUSS.) I. M.J OHNST. subsp. splitgerberi (GUSS.) ZIPPEL et SELVI, Dez. 2023, S. 20

Malerei Werke (Auswahl) mini|hochkant|Auferstehung in der Kirche Kirchscheidungen Vor der englischen Küste, ÖlMit Bildern leben, auf barrynoa.blogspot.com Dünenlandschaft, Öl, 95 × 37 cmKünstler Ansichtskarte / Postkarte Thiersch, Luise, Dünenlandschaft, auf zvab.com Flamingos, Pastell, 40 × 30,5 cmAlte und Neue Kunst GmbH, auf digi.ub.uni-heidelberg.de Vor SonnenaufgangWestermanns Monatshefte 74. Jahrgang 148. Band, 1. und 2. Teil März bis August 1930, auf abebooks.co.uk Auferstehung Auf dem DomdachGesellschaft für Christliche Kunst (Hrsg.): Die Christliche Kunst. 1914, S. 232 (Google Buch).

Ein Ölgemälde wurde 1920 auf einer Mannheimer Kunstausstellung verkauft.

Der Online-Kunstmarkt Artprice führte fünf Werke aus öffentlichen Auktionen der Künstlerin, mehrheitlich in der Gattung Gemälde.Luise Thiersch-Patzki, auf de.artprice.com

Veröffentlichungen Luise Thiersch-Patzki: Ihre künstlerische Persönlichkeit, wie sie darstellt in schriftl. Äußerungen von ihr, die nicht für d. Öffentlichkeit bestimmt gewesen sind. Hrsg. v. Friedrich Thiersch, Regel, 1939

Ausstellungen (Auswahl) III. Graphische Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes, 14. Mai ‒ 30. Juni 1910, Hamburg, Galerie CommeterLuise Thiersch-Patzki, auf exhibitions.univie.ac.at Juryfreie Kunstschau. 4. Ausstellung, 23. Aug. ‒ 30. Sept., 1913, Berlin, Ausstellungshaus am Kurfürstendamm 208/9 Galerie Lichtenberg, August 1919, BreslauAnzeige der Galerie Lichtenberg in: Schlesische Zeitung. Nr. 390, 4. Bogen, Breslau, 10. August 1919. Mannheimer Kunstverein,Aus dem Kunstleben. In: Mannheimer Generalanzeiger (Abendausgabe) Nr. 100, Mannheim 23. Feb. 1920, S. 3. Gedächtnis-Ausstellung, Frau Luise Thiersch-Patzki, 1. bis 31. Okt. 1937, Ringmeßhaus, Leipzig C 1, Trödlinring 9, erstes Obergeschoß, Leipzig C 1, Markgrafenstr. 10; Dr. F. Thiersch, 1937.

Literatur Friedrich Thiersch: Ahnentafel der Kunstmalerin Luise Thiersch-Patzki. Reichardtl Groitzsch 1939 (digitale-sammlungen.de).

Weblinks

Eigenhändiger Brief von Luise Thiersch-Patzki an Eva Chamberlain Deutsche Biographie: Thiersch-Patzki, Luise (verheiratete)

Einzelnachweise

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