mini|Oberursel U III Der Oberursel U III war ein von der Motorenfabrik Oberursel entwickelter und produzierter deutscher Flugmotor des Ersten Weltkrieges.
Entwicklung Der U III war eine direkte Ableitung des U O, dem Lizenzbau des französischen Siebenzylinder-Umlaufmotors Gnôme, bei der die Anzahl der Zylinder auf 14 erhöht wurde. Diese wurden in zwei Sternen hintereinander angeordnet, wobei die Grundabmessungen des U O beibehalten wurden. Ziel war eine Erhöhung der Motorleistung. Die Serienfertigung lief 1915 an, der Stückpreis betrug 19.000 Mark. Kühlprobleme und hohe Kreiselrotationskräfte, die das Flugverhalten negativ beeinflussten, führten dazu, dass der Motor sowohl bei den Piloten als auch den Mechanikern nicht sonderlich beliebt war. Hinzu kam der durch die Bauart bedingte hohe Verbrauch des als Schmiermittel genutzten hochwertigen Rizinusöls, das als sogenannter „Sparstoff“ während des Krieges nicht in ausreichendem Maße verfügbar war. Der Bau wurde deshalb nach 595 Exemplaren eingestellt und der Antrieb kam relativ wenig zum Einsatz. Oberursel produzierte stattdessen ab 1916 als UR II und UR III bezeichnete Nachbauten von ebenfalls französischen, aber erheblich verbrauchsärmeren Umlaufmotoren der Bauart Le Rhône.
Verwendung mini|Euler-Dreidecker Dr I mit U III Euler Dr I Fokker E IV Fokker D III Hansa-Brandenburg W 16 Pfalz A II Pfalz E IV
Technische Daten
Kenngröße DatenHelmut Stützer: Die deutschen Militärflugzeuge 1910–1918. E. S. Mittler & Sohn, Augsburg 1994, ISBN 3-89350-693-4, S. 172. Hersteller Motorenfabrik Oberursel AG Entwicklungsland Entwicklungsjahr 1915 Bauform luftgekühlter 14-Zylinder-Umlaufmotor Bohrung 124 mm Hub 150 mm Hubraum 25,3 l Länge 1371 mm Breite 1020 mm Höhe 1020 mm Masse 200 kg effektive Leistung am Boden Nennleistung bei 1200/min Kraftstoffverbrauch 273 g/PSh Schmierstoffverbrauch 85 g/PSh
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Sternmotor (Luftfahrt)