mini|Wappen derer von Haver im Wappenbuch des Westfälischen Adels Haver (auch Hauer, in der Linie Nierhoven auch Haver genannt Wintersoel) ist der Name eines erloschenen westfälischen Adelsgeschlechts.

Eine Verwandtschaft mit den wappengleichen geldrischen Lynden oder den hessisch-württembergischen Linden ist nicht belegt.

Geschichte Das Geschlecht war in der Grafschaft Mark begütert.Spießen (1901–1903), S. 66.

Bereits früh kam die Familie auch in das Baltikum. Ein Engelbert Haver, Hauskomtur zu Riga, verkaufte 1388 mit Genehmigung des Ordensmeister Robin von Elzen die an die Jögel anstoßende Wildnis an Nikolaus Porken.Gritzner (1901), S. 51.

1371 tritt ein Johann Haver auf. Sein Siegel zeigt das Kreuz angestückt. Es folgen 1395 ein Rotger Haver, 1423 der Knappe Evert Haver sowie 1459 Engelbert Haver und seine Frau Agnes, die Grundstücke aus ihren Gütern zu Derne verkauften. 1471 wurde Dietrich Haver junior von dem Kölner Erzbischof Ruprecht zu Dinker mit dem Sengerhof belehnt. Dietrich Hauer von Dinker erhielt 1482 vom Kölner Erzbischof zwei Höfe zu Steynhuyler und Nordinchusen als Lehen. 1482 werden Dietrich und Engelbert Haver als Brüder erwähnt, ebenso 1487 und 1513. Gerard Hauer bekam 1485 vom Kölner Erzbischof den Hof Altenderne im Kirchspiel Derne als Lehen verliehen, wie ihn vorher Engelbert Hauer und dessen Sohn Dietrich besaßen. Ludolf Haver tritt 1525 auf, Catharina Haver, Nonne im Damenstift Oedingen im Jahr 1532.Fahne (1858), S. 206 f.

Die Familie starb in der Linie Sengerhof mit dem Tod von Caspar von Haver im Jahr 1571 aus. Der Letzte des Geschlechts im Mannesstamm war Goddert von Haver, Herr zu Nierhoven, der am 22. März 1609 verstarb.Ledebur (1855), S. 330.Kneschke (1863), S. 254.

Persönlichkeiten Dietrich Haver (15. Jahrhundert), münsteraner Domherr und Vizedominus

Wappen Blasonierung: In Rot ein stehendes goldenes Kreuz. Auf dem Helm mit rot-goldenen Helmdecken ein sitzender schwarzer Hund mit goldenem Halsband.

Stammfolge Anton Fahne stellt folgende Stammfolge dar:

Literatur Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Heberle, Köln 1858, S. 206 f. (Google Bücher). Maximilian Gritzner: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 11. Abt., T. 2: Der Adel der russischen Ostseeprovinzen, Teil 2: Der Nichtimmatrikulierte Adel, Nürnberg 1901, S. 61 (uni-goettingen.de) und Tfl. 42 (uni-goettingen.de). Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 4: Graffen – Kalau v. Kalheim. Leipzig 1863, S. 254 (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 1: A–K, Berlin 1855, S. 330 (digitale-sammlungen.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 66 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tafel 160 (uni-duesseldorf.de).

Einzelnachweise

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