mini|Grabmal von Ernst Maschek im Alten Friedhof in Heilbronn Ernst Maschek (eigentlich Arnošt Mašek, * 6. Juni 1812 in Jankau, Bezirk Beneschau, Königreich Böhmen; † 4. Januar 1879 in Heilbronn)http://www.spohr-briefe.de/index.php?id=35&m=2073 war Violinvirtuose, Komponist, Musiklehrer und Dirigent. Er leitete ab den 1840er Jahren einige bedeutende Schweizer Musikfeste, bevor er 1854 nach Heilbronn zog, wo er zuletzt Stadtmusikdirektor war.
Leben Er studierte am Prager Konservatorium und war danach gefeierter Violinvirtuose, der sich zunächst hauptsächlich in der Schweiz engagierte, wo ihm die Leitung verschiedener Musikfeste angeboten wurde. 1842 hatte er die künstlerische Leitung des Eidgenössischen Musikfests in Lausanne,Bohemia, Nr. 119, 4. Oktober 1842, S. 4. wo er auch einige Jahre städtischer Musikdirektor war.Neue Zeitschrift für Musik 35, Nr. 15, 19. Februar 1850, S. 73. 1850 leitete er in Genf das Eidgenössische Sängerfest.Robert Thomann: Der Eidgenössische Sängerverein 1842–1942, Zürich 1942, S. 46–48. 1854 zog er nach Heilbronn. Auch dort gelangen Maschek international beachtete Aufführungen. 1856 führte er Mozarts Requiem auf, 1857 Mendelssohns Elias, wofür er Musiker des Karlsruher und Stuttgarter Hoftheaters verpflichtete. Die Neue Wiener Musikzeitung lobte: Daß es Herr Maschek versteht, die Massen zu dirigieren und mit seiner musikalischen Begeisterung zu inspirieren, diese Anerkennung wird ihm keiner versagen.Heilbronn, den 10. Juni 1857, in: Neue Wiener Musik-Zeitung 6 (1857), S. 130. 1858 wurde er Kapellmeister und 1864 Stadtmusikdirektor von Heilbronn. Er trat 1875 in den Ruhestand.https://archivsuche.heilbronn.de/plink/e-34113
Maschek hat einige eigene Werke komponiert, darunter Vertonungen von patriotischen Schweizer Gedichtenhttps://swisscollections.ch/Search/Results?lookfor=%22Maschek%2C+Ernst%22&type=Author sowie von Gedichten Heinrich Heines.https://www.lieder.net/lieder/assemble_opus.html?ComposerId=11375&Opus=5 Zu den Musikschülern, deren Talent er in Heilbronn entdeckte und förderte, zählen Hugo HeermannRedaktion des General-Anzeigers (Hrsg.): Lebensbilder hervorragender Heilbronner, Heilbronn 1912, Nr. 35, S. 57–58. und Hugo Faißt.Internationale Hugo-Wolf-Akademie für Gesang, Dichtung, Liedkunst (Hrsg.): Ein Haus für Blumen und Musik: Henriette Faißt in Heilbronn und Hugo Wolf, Stuttgart 2006.
Sein Grabmal ist im Alten Friedhof in Heilbronn erhalten.
Einzelnachweise
Weblinks
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