Christian Schwarzkopfo. V.: Schwarzkopf, Christian in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek in der Version vom 1. Februar 2008, abgerufen am 19. April 2024 oder Christian SchwartzkopfIcon. The Journal of the International Committee for the History of Technology, Band 3, London; Portland, OR.: Frank Cass, 1997, S. 29; Vorschau über Google-Bücher (geboren 1685 in Clausthal im Oberharz; gestorben 9. Juli 1760 ebenda) war ein deutscher Zimmermann und Bergbauingenieur.
Leben Nach seiner Ausbildung zum Zimmergesellen ging Schwarzkopf 1707 gemeinsam mit dem seinerzeitigen Vize-Markscheider Berend Ripking (1682–1719) vom Harz aus zur Fortbildung nach Schweden, um dort bei dem schwedischen Mechaniker Christopher Polhem eine praktische Fortbildung im Maschinenwesen zu durchlaufen.Irmgard Lange-Kothe: Die Wasserkunst in Herrenhausen. In: Hannoversche Geschichtsblätter. Neue Folge Band 13, 1960, S. 119–151 (google.de).
Bei seiner Rückkehr brachte er ähnlich wie Ripking Neuerungen für den Harzer Bergbau mit;Heike Ernestus: Puzzle- und Detektivarbeit in Archiven des Bergbaus in der Rubrik Allgemein, Forschung auf der Seite des Blogs der Georg-August-Universität Göttingen vom 1. November 2022, abgerufen am 19. April 2024. beide Bergleute blieben anschließend über mehrere Jahre mit Polhem in brieflichen Kontakt.
Als Kurfürstlich Braunschweig-Lüneburgischer „Bergbau-Kunstmeister“ beziehungsweise Oberkunststeiger wurde Schwarzkopf ähnlich wie der Hofbaumeister Johann Friedrich Junge zudem als technischer Ratgeber beim Bau der Wasserkunst für die barocken Anlagen der Herrenhäuser Gärten bei Hannover hinzugezogen.
1734 verbesserte er den Wettersatz, der als „Harzer Wettersatz“ bekannt war,Johann Heinrich Moritz Poppe: Encyclopädie des gesammten Maschinenwesens, oder vollständiger Unterricht in der praktischen Mechanik und Maschinenlehre. Fünfter Theil, Georg Voß, Leipzig 1810, S. 483 (google.de). der auf einer Modifizierung des seit 1711 eingesetzten Wasserkastens von Johann Justus Bartels (1660–1721) basierte.
Schriften Christian Schwarzkopf, Henning Calvör (Hrsg.): Anhang …., in dies.: Acta historico-chronologico-mechanica circa metallurgiam in Hercynia Superiori, oder, Historisch-chronologische Nachricht und theoretische und practische Beschreibung des Maschinenwesens und der Hülfsmittel bey dem Bergbau auf dem Oberharze. Waisenhaus Buchdruckerei, Braunschweig 1763, S. 300 ff. (google.de).
Literatur Stephan Kapke: Vom Zimmergesellen zum Kunstmeister. Die berufliche Karriere von Christian Schwarzkopf (1685–1760) im Oberharzer Bergbau. Eine Berufslaufbahn im Spiegel der Clausthaler Bergamtsprotokolle. (= Montanregion Harz, Band 6) (= Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Nr. 141), Deutsches Bergbau-Museum, Bochum 2005.
Archivalien Archivalien von und über Christian Schwarzkopf finden sich beispielsweise im Niedersächsischen Landesarchiv (Abteilung Hannover), (Lagerung der Akte im Bergarchiv Clausthal) als Verzeichnung unter dem Titel Clausthaler Bergamtsprotokolle Crucis – Luciae 1748 für die Laufzeit vom 6. Juli 1748 bis 28. Dezember 1748, darin 26 Protokolle beziehungsweise 545 Blatt; Archivsignatur NLA HA BaCl Hann. 84a Nr. 1706 (alte Signatur Berghauptmannschaft Clausthal Gewölbe-Akte Nr. 85)Angaben über das Archivinformationssystem Arcinsys Niedersachsen Bremen
Einzelnachweise
Kategorie:Zimmerer Kategorie:Bergbauingenieur Kategorie:Erfinder Kategorie:Autor Kategorie:Person (Clausthal-Zellerfeld) Kategorie:Person (Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg) Kategorie:Person (Hannover) Kategorie:Herrenhausen Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1685 Kategorie:Gestorben 1760 Kategorie:Mann