Kingdom Come: Deliverance II (Abk. KCD II bzw. KCD 2) ist ein von Warhorse Studios entwickeltes Computer-Rollenspiel für die Systeme Microsoft Windows, PlayStation 5 und Xbox Series. Der Nachfolger von Kingdom Come: Deliverance wurde im Jahr 2025 veröffentlicht.
Das Spiel ist laut Beschreibung seines Publishers eine „authentische Wiedergabe des Böhmens des 15. Jahrhunderts“. Das Spiel erhielt positive Kritiken und verkaufte sich innerhalb von 12 Monaten fünf Millionen Mal.
Handlung
Protagonist ist wie bereits im Vorgänger Heinrich von Skalitz (bzw. Henry in der englischsprachigen Fassung), Sohn eines Schmiedes, welcher im mittelalterlichen Mittelböhmen des frühen 15. Jahrhunderts lebt. Die Handlung knüpft nahtlos an das Ende des Vorgängers an. Laut Spielbeschreibung wird Heinrich von Skalitz im Verlauf von Kingdom Come: Deliverance II, das sich in den „Wirren eines Bürgerkriegs“ abspielt, gegen „Sigismund den Roten Fuchs“ und dessen Verbündete kämpfen.
Wie man gegen Ende des letzten Teils erfährt, wird Hans Capon (eine Figur, die auf Jan Ptáček von Pirkstein basiert) mit dem Protagonisten als Knappe und einigen weiteren Personen zur Burg Trosky geschickt. Der Burgherr Otto von Bergow ist Schatzmeister der Herrenvereinigung, welche sich gegen König Wenzel IV. stellte. Der kleine Trupp sollte ein diplomatisches Abkommen mit dem Burgherrn treffen. Sie entscheiden sich am Ufer des Steinturmsees Rast zu machen und dort ihr Lager aufzuschlagen. Nach kurzer Zeit wird das Lager von einer bewaffneten Meute überfallen und alle getötet. Hans und Heinrich können nur knapp durch den See entkommen, wobei Heinrich durch einen Armbrustbolzen in der Schulter getroffen wird. Heinrich erkannte unter ihnen sogar einen alten Bekannten, den ungarischen Adeligen Istvan Toth.
Heinrich und Hans kommen schwer verletzt an der anderen Seite des Sees an. Während die Banditen aktiv nach beiden suchen, gelingt ihnen die Flucht. Allerdings wird Heinrich wegen seiner Wunde immer schwächer. Kurz vor dem Zusammenbruch finden sie zufällig das Haus einer Kräuterkundlerin. Sie entscheidet sich, ihnen zu helfen. Nach einigen Tagen geht es beiden wieder besser. Daraufhin begeben sich beide auf den Weg nach Burg Trosky. Dort wurde ihnen gesagt, dass der Burgherr nicht da wäre und sie ein anderes Mal wiederkommen sollen. Nachdem Hans ein wenig gemeckert hatte, wurde über ihn Jauche ausgeschüttet. Beide gehen daraufhin in die Schenke von Troskowitz. Dort entscheiden sie, dass sie arbeiten müssen, um Geld zu bekommen, da sie im aktuellen Zustand aussehen wie Bettler und ihnen keiner glauben wird, dass sie eigentlich nur Boten sind. Hans weigert sich, weil er ja ein Adliger sei. Dieses Gespräch endete in einer Prügelei, für die sie an den Pranger gestellt werden. Nach der Freilassung zerstreiten sich die beiden und gehen fürs Erste getrennte Wege. Heinrich kann Hans später im Laufe einer Quest beim Wildern erwischen.
Heinrich erfährt von einer Hochzeit, die in der Burg Semin stattfinden soll. Dorthin wäre auch Otto von Bergow eingeladen. Er fasste den Plan, ebenfalls auf diese Hochzeit zu gehen, um dort mit ihm zu reden. Der Plan scheiterte. Heinrich kommt zwar auf die Hochzeit, aber der Herr von Bergow erscheint nicht. Auch der Bräutigam verspätet sich. Die Hochzeitsfeier endet in einer Schlägerei zwischen den beiden, Hans und Heinrich, und einer besoffenen Gruppe von Hochzeitsgästen. Wegen dieser Schlägerei werden beide auf Burg Trosky eingesperrt. Da Otto von Bergow nicht da ist, wurde die Verwaltung der Burg seinem Schatzmeister Herrn Ullrich übergeben. Dieser entscheidet sich Hans wegen der Wilderei zu hängen. Heinrich darf auf der Burg helfen, um die Schulden abzuarbeiten, die er durch die Schlägerei auf der Hochzeit angerichtet hat.
Also lässt er ihn Säcke schleppen und dem Schmied der Burg helfen. Er hat 12 Stunden Zeit zu beweisen, dass Hans Capon ein Adliger ist, sonst wird er gehängt. Da bei dem Überfall alle Dokumente verloren gingen, die beweisen würden, dass Hans ein Adliger ist, ist der Einzige, der das Beweisen könnte, Hauptmann Thomas. Dieser hatte die beiden am Anfang des Spiels auf einer Patrouille getroffen. Leider wurde er nach diesem Zusammentreffen von Banditen schwer verletzt und liegt nun in der Kapelle der Burg. Kurz bevor Hans gehängt werden soll, kommt Otto von Bergow zur Burg zurück und erlässt beiden die Strafe. Er redet darauf mit ihnen und beide stellen ihr diplomatisches Ersuchen vor. Otto von Bergow lässt sie daraufhin einige Aufgaben erledigen und gibt vor über das Angebot nachzudenken. Bei einem Angriff auf die Rebellenburg Nebarkov im Süden der Karte, kommt seine Armee mit Hans und Heinrich in einen Hinterhalt, was ihn große Teile seiner Armee kostet. Heinrich und Hans treffen als Überlebende auf den Anführer der Rebellen Jan Zizka. Es kommt zwischen Heinrich und ihm zu einem Duell. Allerdings wird er durch die persönlichen Wachen Zizkas überwältigt, gefangen genommen und auf die Burg Nebarkov gebracht.
In der Burg ist auch Istvan, da Heinrich und Hans ihn wiedererkennen und ihn Beschimpfen erkennt Zizka, dass Istvan der Spion in seinen Reihen ist und lässt ihn einsperren. Zur gleichen Zeit wird Harnusch von Leipa und sein Mitstreiter Razig Kobyla in Rattay ungeduldig und skeptisch, warum die Jungs noch nicht zurück sind. Daraufhin bitten sie den ehemaligen Pfarrer von Uschitze Godwin um Hilfe und schicken ihn nach Trosky, um die Jungs zu suchen. Dabei schlüpft der Spieler in die Rolle von Godwin und übernimmt seine Steuerung. Er besucht unterschiedliche Orte und redet mit Leuten um herauszufinden, wo die beiden sind. Irgendwann findet er sie in Nebarkov. Er redete mit Zizka und erzählte ihm, was ihre eigentliche Aufgabe in Trosky war und woher sie kommen. Da Radzig und Harnusch ihm ein Schreiben mitgaben, das seine Glaubwürdigkeit untermauert, glaubt ihm Zizka. Erik, der engste Verbündete von Istvan, zettelt in der Zeit eine Rebellion in der Burg an. Weil Zizka auch ihn einsperren will, aber wegen dem Gespräch mit Godwin es nicht dazukommt. Erik befreit Istvan und beide fliehen aus der Burg. Durch das beherzte Eingreifen Godwins konnten Hans und Heinrich befreit werden und alle drei schlossen sich Zizka an. Alle wollen so schnell wie möglich die Burg verlassen und peilten den nächsten Morgen für die Abreise an. Hier bekommt Heinrich auch beigebracht, wie man mit dem Handrohr, einer sehr frühen tragbaren Schießpulverwaffe, umgeht.
Am nächsten morgen greift Otto von Bergow mit seinen Verbündeten die Burg an. Jan Zizka und seine Leute können die Angreifern lange die Stirn bieten. Als die Burg nach einiger Zeit immer noch nicht gefallen war, zieht von Bergow sein Ass aus dem Ärmel, den „Finger Gottes“. Dies ist eine Kanone, genauer gesagt eine Bombarde. Diese zielt direkt auf den Bergfried, wo sich alle verschanzt haben. Nach kurzer Vorbereitung gibt die Kanone einen Schuss auf den Bergfried ab und trifft ihn am Giebel. Die Wucht des Einschlages lässt das Dach und einen Teil der Mauer bersten. Hans wird unter Trümmern begraben und verletzt sich dabei. Nach dem Treffer ergeben sich die Leute Zizkas und werden gefangen genommen. Hans Capon muss mit von Bergow nach Kuttenberg kommen. Alle anderen werden auf die Burg Trosky gebracht und dort gefoltert. Nachts werden sie durch eine weitere Verbündete Zizkas freigelassen, welcher er als Spion in die Burg eingeschleust hatte. Heinrich holt sich seine Ausrüstung wieder und schleicht sich in die Gemächer von Istvan. Dort kommt es zu einem Kampf, den Istvan mit dem Leben bezahlt. Heinrich bekommt danach auch endlich sein Schwert wieder, welchem er seit KCD 1 hinterherrennt. Danach entkommen sie durch einen unterirdischen Geheimgang. Dort warten zwei weitere Verbündete mit einem Wagen, dieser bringt sie dann nach Sukdol in der Nähe von Kuttenberg.
Der Besitzer der Burg Peter Piesek ist ein alter Freund von Zizka und ließ sie in die Burg. Nachdem sich alle gestärkt und ausgeruht hatten, gab es eine Lagebesprechung von allen Beteiligten. Zizka bietet daraufhin Heinrich an, mitzukommen in die „Teufelszuflucht“, ein Gutshof nördlich von Kuttenberg. Dieser wird ihr künftiger Unterschlupf sein. Heinrich, Zizka und sein Gefolge schmieden einen Plan, um den Schwerverbrecher „Knochenteufel“ aus der Gefangenschaft während eines Transports zu befreien. Der Plan wird in die Tat umgesetzt und ist zwar erfolgreich, allerdings nicht so wie gedacht. Nachdem dieser befreit ist, erhält Heinrich von ihm den Auftrag, seine alte Mannschaft wieder zusammen zu trommeln.
Heinrich sucht immer noch Hans. Um herauszufinden, wo dieser ist, begibt er sich nach Kuttenberg und stellt dort weitere Nachforschungen an. Dabei stößt er auf seinen Stiefbruder und mit ihm auf von Lichtenstein. Heinrich teilte ihm mit, dass von Bergow weiß, wo er sich aufhält und fragte ihn, ob er wüsste, wo Hans gefangen gehalten wird. Er gibt ihm den Hinweis, dass er sich in der Burg Maleschau befindet und er die Familie Ruthard um Rat fragen soll. Ihr hat vor der Beschlagnahmung durch Sigismund die Burg gehört. Heinrich geht zu ihrem Haus in Kuttenberg und fragt sie. Herr Ruthard gibt ihm alle Informationen, die er braucht, um eine erfolgreiche Befreiung vorzunehmen. Daraufhin begibt er sich nach Maleschau, ein kleiner Ort sehr weit im Süden der Karte. Er bricht über einen Geheimgang in diese Burg ein und schleicht sich in das Gefängnis. Dort findet er neben Hans auch noch einen weiteren Gefangenen. Dieser gibt an, ein französischer Veteran zu sein und in allen möglichen Kriegen mitgekämpft zu haben. Heinrich nimmt beide mit und bringt sie in die Teufelszuflucht. Dort schließen sich beide dem Gefolge an. Unterwegs in die Zuflucht stoßen sie auf Hanusch und Radzig, beide sind unterwegs zu einer Taktikbesprechung nach Raborsch, einem Ort im Norden der Karte.
Um alle Gefolgsleute des Knochenteufels zu finden, muss Heinrich erstmal Nachforschungen anstellen, wo sich diese nach all der Zeit aufhalten. Er findet sie alle und redet mit ihnen. Einige schließen sich ihm an, andere nicht. Alle, die sich anschließen, schickt er in die Teufelszuflucht. Der nächste Schritt besteht darin, König Sigismund die Bombarde zu klauen. Dafür lässt sich Heinrich in dem Feldlager von ihm für die Prager Miliz anwerben. Diese macht ungefähr die Hälfte der Armee von Sigismund aus, die andere Hälfte besteht aus Banditen, Söldner und Kumanen. Hierbei trifft er auch einen Mediziner aus Afrika namens Masa Musa, den er später auf ihre Seite ziehen kann. In der nächsten Nacht passiert im Feldlager ein Mord an einem der Offizieren. Dabei wachen Heinrich und einige Generäle von Sigismund auf. Da Heinrich beim „Einstellungstest“ sehr gut abgeschnitten hat und daher vom Kommandeur der Prager Miliz volles Vertrauen genießt, wird er damit beauftragt, den Mord zu untersuchen. Die Belohnung ist, dass er zu seinem persönlichen Berater aufsteigen würde. Bei den Nachforschungen findet Heinrich zufällig die Bombarde. Er untersucht sie und findet heraus, dass sie manipuliert wurde. Kurz danach kommt der Befehl von Sigismund, die Bombarde ins Kloster Sedlitz bei Kuttenberg zu verlegen, um sie bei der nächsten Belagerung einsetzen zu können. Diese Info erreicht Zizka in der Teufelszuflucht. Daraufhin bricht die Garnison auf, mit der Bombarde im Schlepptau. Unterwegs kommen sie in einen Hinterhalt. Dabei sterben ein Großteil der Prager Waffenknechte und die Bombarde fällt Zizka in die Hände.