Die Gmina Głowaczów ist eine Stadt-und-Land-Gemeinde im Powiat Kozienicki der Woiwodschaft Masowien in Polen. Sie hat etwa 7050 Einwohner. Ihr Sitz ist die gleichnamige Stadt mit etwa 825 Einwohnern.

Geographie mini|Karte der Gemeinde mini|Waldgebiet im Südosten der Gemeinde Die Landgemeinde liegt im Südosten der Woiwodschaft. Die Großstadt Radom liegt etwa 30 Kilometer südwestlich, Warschau 70 Kilometer nördlich. Nachbargemeinden sind im Powiat Kozienicki Grabów nad Pilicą und Magnuszew im Norden sowie Kozienice im Osten, im Powiat Radomski Pionki im Süden sowie Jastrzębia und Gmina Jedlińsk im Südwesten sowie im Powiat Białobrzeski Stromiec.regioset.pl: Daten zur Gemeinde, polnisch, abgerufen am 16. April 2024.

Die Weichsel verläuft zwei Kilometer östlich. Die Radomka durchzieht den Norden der Gemeinde. Die Gemeinde hat eine Fläche von 186,3 km², von der 67 Prozent land- und 28 Prozent forstwirtschaftlich genutzt werden. Die Gemeinde ist landwirtschaftlich geprägt, wobei Getreide und Hackfrüchte, aber auch Obst und Gemüse angebaut werden.glowaczow.pl: Gmina. Polnisch, abgerufen am 16. April 2024. Ihr Gebiet ist mit ca. 38 Einwohnern/km² dünn besiedelt. Ein kleines Gebiet Przejazd bei gehört zum Landschaftsschutzpark Kozienice (Kozienicki Park Krajobrazowy). Die Lindenallee an der DK48 mit 346 Bäumen ist als Naturdenkmal eingetragen.glowaczow.pl: Miejsca pamięci, zabytki. Polnisch, abgerufen am 16. April 2024. Im Ortsteil Grady ist ein Schwarzstorchhabitat ausgewiesen.

Geschichte Das heutige Gemeindegebiet gehörte unterbrochen durch die deutsche Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg von 1919 bis 1975 zur Woiwodschaft Kielce mit unterschiedlichem Zuschnitt. Der Powiat Kozienicki bestand schon in russischer Zeit, in der Głowaczów 1870 nach dem Januaraufstand 1863/64 die Stadtrechte aberkannt wurden. Das Dorf Głowaczów wurde Sitz der Landgemeinde Mariampol, die 1949 in Głowaczów umbenannt und 1954 in Gromadas aufgelöst wurde.

Von 1975 bis 1998 gehörte das Gemeindegebiet zur beträchtlich verkleinerten Woiwodschaft Kielce. Der Powiat war in dieser Zeit aufgelöst. Die Landgemeinde Mariampol wurde zum 1. Januar 1973 aus verschiedenen Gromadas wieder geschaffen. Diese kam 1999 an die Woiwodschaft Masowien und den Powiat Kozienicki. Zum 1. Januar 2024 erhielt der Hauptort wieder Stadtrechte und die Gemeinde den Status einer Stadt-und-Land-Gemeinde.

Gliederung Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) Głowaczów gehören die namensgebende Stadt und 38 Dörfer. Stadt und Dörfer haben jeweils ein Schulzenamt (sołectwo):glowaczow.pl: Sołectwa. Polnisch, abgerufen am 16. April 2024. Głowaczów Adamów Bobrowniki Brzóza Cecylówka-Brzózka Cecylówka Głowaczowska Chodków Dąbrówki Emilów Grabnowola Helenów Henryków Ignacówka Bobrowska Ignacówka Grabnowolska Jasieniec Klementynów Kosny Leżenice Lipa Lipska Wola Łukawa Łukawska Wola Maciejowice Mariampol Marianów Michałów Miejska Dąbrowa Moniochy Podmieście Przejazd Rogożek Sewerynów Stanisławów Stawki Studnie Studzianki Pancerne Ursynów Wólka Brzózka Zieleniec

Weitere Orte der Gemeinde sind Chodków (leśniczówka), Działki Brzóskie, Grabnowola-Kolonia, Helenówek, Józefów, Mała Wieś, Michałówek, Nadleśnictwo Studzianki und Zadąbrowie.

Kleinere Wohnplätze der Gemeinde sind die Weiler Leśniczówka Bożówka und Trzebień (osada).

Tourismus Die Radomka bietet Möglichkeiten zum Kajakfahren. In der Gemeinde sind zahlreiche, von der PTTK empfohlene Rad- und Wanderwege angelegt.

Denkmalgeschützte Sehenswürdigkeiten Pfarrkirche St. Bartholomäus in Brzóza, 1854–1856 errichtetUnter den Nummern 281/A, 320/A und 34/A am 16. Oktober 1956, 15. Juni 1967 und 25. April 1980 eingetragen in die Denkmalliste der Woiwodschaft. Glockenträger von 1856 der Kirche in BrzózaUnter der Nummern 81/A, 320/A und 34/A eingetragen in die Denkmalliste der Woiwodschaft. Kapelle in Brzóza, Ende des 18. JahrhundertsUnter den Nummern 777/A und 116/A am 30. Mai 1972 und 7. Juli 1981 eingetragen in die Denkmalliste der Woiwodschaft. Gasthaus in Brzóza, errichtet im 19. JahrhundertUnter der Nummer 791 am 16. September 1972 eingetragen in die Denkmalliste der Woiwodschaft. Park des Guts in Brzóza, angelegt von der 2. Hälfte des 18. bis zur 1. Hälfte des 19. JahrhundertsUnter den Nummern 628 und 293/A/85 am 17. Dezember 1957 und 19. Juli 1985 eingetragen in die Denkmalliste der Woiwodschaft. Getreidespeicher des Vorwerks bei Brzóza, 19. JahrhundertUnter der Nummer 384/A am 15. Mai 1988 eingetragen in die Denkmalliste der Woiwodschaft. Friedhof in Głowaczów, angelegt in der 1. Hälfte des 19. JahrhundertsUnter der Nummer A-1243 am 6. Mai 2014 eingetragen in die Denkmalliste der Woiwodschaft. Park „Grądy“ und Allee in Wólka Brzózka, 1860 angelegt und 1973 umgestaltetUnter der Nummer 425/A am 15. März 1990 eingetragen in die Denkmalliste der Woiwodschaft. Auf Gemeindegebiet stehen eine Reihe von Denkmalen, die an den Januaraufstand, den Zweiten Weltkrieg und die Hinrichtung von Einwohnern von Cecylówka durch die Wehrmacht am 13. September 1939 erinnern.

Verkehr Die Landesstraße DK48 führt von Tomaszów Mazowiecki über Białobrzegi, Głowaczów und die Kreisstadt Kozienice nach Dęblin. In Głowaczów zweigt die Woiwodschaftsstraße DW730 ab, die über Warka nach Norden führt.

Die nächste Bahnstation ist Dobieszyn in der Nachbargemeinde Stromiec.

Der nächste internationale Flughafen ist Warschau.

Weblinks

Webpräsenz von Stadt und Gemeinde (polnisch)

Fußnoten