mini|Auf diesem Telegramm ist oben rechts neben den „Uhrzeitgruppen“ das Dringlichkeitszeichen „frr“ zu sehen Dringlichkeitszeichen der Wehrmacht waren Vermerke, welche auf Spruchzetteln verwendet wurden, um im militärischen Funkverkehr den Grad der Dringlichkeit einer Meldung zu kennzeichnen.
Insbesondere Heer und Luftwaffe unterschieden bei ihren Funksprüchen, beispielsweise bei den mit der Rotor-Schlüsselmaschine Enigma I verschlüsseltenOKH: Dringlichkeitsbezeichnungen im Funkverkehr. H.Qu., den 24. Mai 1943, S. 3. oder bei Fernschreibverbindungen zwischen den folgenden Stufen:
FRR – Höchste Dringlichkeit – Meldung für den „Führer“ KR-Blitz – Kriegsnotmeldung KR – Kriegsnotmeldung SSD – „sehr sehr dringend“ „ohne Dringl.-Zeichen“
In den Funkspruch-Formularen („Schlüsselzetteln“) war als Teil des Spruchkopfes eine Zeile „Vermerke“ oder ein Feld „Dringlichkeits-Vermerk“ vorgesehen. Hier war bei Bedarf das Dringlichkeitszeichen einzutragen. Es wurde als Teil des Funktelegramms (FT) unverschlüsselt und zumeist im Morsecode übertragen. Das Kürzel KR ist hierbei aufgrund seines auffälligen Klangbildes −·− ·−· besonders deutlich zu verstehen (ähnlich wie SOS).
Weblinks Scan eines originalen Spruchzettels vom 19. Juli 1941 im Crypto Cellar Research, trägt Dringlichkeitsvermerk „Kr“ (in Rot). Scan eines originalen Spruchzettels vom 10. Januar 1945 bei Cipherbrain, trägt Dringlichkeitsvermerk „KR-Blitz“. Funkspruchformulare im Crypto Museum.
Einzelnachweise
Kategorie:Fachausdruck mit Bezug zur Enigma-Maschine Kategorie:Militärische Ausrüstung (Wehrmacht) Kategorie:Fachbegriff (Militärwesen) Kategorie:Kryptoanalyse Wehrmacht Kategorie:Funkverkehr Kategorie:Geschichte der Funktechnik