mini|Ludovic Frossard mini|Ernest Lafont Die Parti socialiste communiste (Sozialistisch-kommunistische Partei, PSC) war eine französische politische Partei die 1923 unter dem Namen Union socialiste-communiste (Sozialistisch-kommunistische Union) gegründet wurde und bis 1930 bestand.
Geschichte Die Parti socialiste communiste ging aus Abspaltungen der Parti communiste (der heutigen Parti communiste français, PCF) hervor. Sie wurde 1923 oder 1924 unter dem Namen Union socialiste-kommuniste (USC) durch den Zusammenschluss zweier kleinerer Splittergruppen der Kommunistischen Partei gegründet: Die Parti communiste unitaire (Kommunistische Einheitspartei, PCU) wurde 1923 von Ludovic-Oscar Frossard gegründet, dem ersten Generalsekretär der PCF, der die Partei 1923 wegen seiner Mitgliedschaft in der Freimaurerei verlassen musste. Die Union fédérative socialiste (Sozialistische Föderative Union) oder Union fédérative des travailleurs socialistes révolutionnaires (Föderative Union der revolutionär-sozialistischen Arbeiter), die im Dezember 1922 von einer Gruppe aus der PCF ausgeschlossener Personen gegründet wurde: Raoul Verfeuil, Pierre Brizon, Albert Mathiez und Henri Sellier.
Als 1924 Frossard und Sellier die USC wieder Richtung Section française de l’Internationale ouvrière (SFIO) verließen, bedeutete dies einen schweren Rückschlag.Labour and Socialist International 1974Le mouvement communiste international 1984, S. 120 f.
1924 nahm die USC an einem internationalen Treffen in Berlin teil, das von Georg Ledebours Sozialistischem Bund ausgerichtet wurde.Le mouvement communiste international 1984, S. 29<Dreyfus 1991, S. 101
1927 wurde aus der Union socialiste-communiste die Parti socialiste communiste. Bei der Wahl 1928 erreichte die Partei einen Sitz (Ernest Lafont). Allerdings hatten bereits vor der Wahl André Morizet mit einigen Anhängern die Partei verlassen. 1930 fusionierte diese mit der Parti ouvrier et paysan zur Parti d'unité prolétarienne, die 1937 der SFIO beitrat.
Von 1923 bis zu Frossards Rückzug 1924 gab die Partei eine Zeitung namens L’Égalité heraus; danach veröffentlichte sie nur Parteinachrichten in Bulletin-Form (Bulletin de l’Union Socialiste-Communiste,L'Unité ouvrière); lediglich der Unterbezirk Loire verfügte mit Le Peuple de la Loire über ein eigenes Organ.Colson 1986, S. 167
Bekannte Personen (Auswahl)
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Historische Partei (Frankreich) Kategorie:Parteigründung 1923 Kategorie:Aufgelöst 1930