Thomas Stephan Blaschke (* 3. August 1965 in Laufen an der Salzach) ist ein deutscher Geograph und Geoinformatiker sowie Professor der Paris-Lodron-Universität Salzburg.

Leben Thomas Blaschke studierte nach der im Jahr 1984 am Gymnasium Laufen abgelegten Reifeprüfung das Diplomstudium Geographie und schloss dieses im Jahr 1992 mit einer Diplomarbeit zur Landnutzungsklassifikation im oberösterreichischen Nationalpark Kalkalpen ab.Blaschke 1992 Seit 1989 war er auch als Mitarbeiter beim Zentrum für Geoinformatik (Z_GIS) des damaligen Instituts für Geographie beschäftigt und konnte sich in diesem Rahmen auf Fernerkundungsmethoden spezialisieren.CV Thomas Blaschke auf der Homepage der Universität Salzburg, abgerufen am 8. April 2024

Nach seiner Sponsion war er neben seines Doktoratsstudiums bis 2001 als GIS-Manager an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen tätig und promovierte im Jahr 1995 mit der zweifach ausgezeichneten Dissertation „Analyse und Bewertung eines Ökosystems mit GIS“, die zwei Jahre später etwas überarbeitet in der Schriftenreihe der Deutschen Akademie für Landeskunde erschienen ist (siehe dazu unter Auszeichnungen).Blaschke 1997 Zwischen 1993 und 2006 war er mehrfach zu Projekten und Forschungsaufenthalten in Großbritannien, Südafrika, Simbabwe, Mosambik, Polen und den USA.CV-Thomas Blaschke

Im Jahr 2001 erhielt Thomas Blaschke an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg die Lehrbefugnis (Venia legendi) für Geographie. Seine Habilitationsschrift trägt den Titel Geoinformation als Grundlage von Umweltmonitoring und Umweltmanagement für Geographie und Geoinformatik.Blaschke 2001 Danach war er von 2001 bis 2003 Professor für Physische Geographie und Geographische Informationssysteme an der Universität Tübingen und kehrte im Jahr 2003 als Privatdozent und Forschungskoordinator am Zentrum für Geographische Informationssysteme (Z_GIS) nach Salzburg zurück.CV-Thomas Blaschke

Von 2005 bis 2015 war er Leiter des Researchstudios iSPACE der Research Studios Austria Forschungsgesellschaft (RSA FG), die bis zum Jahr 2008 ein Teil der Austrian Research Centers Seibersdorf (ARC Seibersdorf) war. Von 2006 bis 2008 war er Inhaber einer Stiftungsprofessur der ARC Seibersdorf und von 2008 bis 2012 einer Stiftungsprofessur der RSA FG. Diese Stiftungsprofessur nach einer internationalen Begutachtung mit Jahresbeginn 2013 in die Professur Angewandte Geoinformatik an der Universität Salzburg umgewandelt, deren Inhaber er bis heute ist.CV-Thomas Blaschke

Nachdem sich im Jahr 2012 das Zentrum für Geoinformatik Z_GIS vom Fachbereich Geographie und Geologie löste und als „Interfakultärer Fachbereich Geoinformatik – Z_GIS“ direkt dem Rektor unterstellt wurde, wurde Blaschke stellvertretender Leiter dieses Fachbereichs (Leiter Josef Strobl). Der Bereich wurde im Rahmen der Salzburger Universitätsreform 2021 zu einem der sechs Fachbereiche der neuen Fakultät für Digitale und Analytische Wissenschaften der Paris-Lodron-Universität Salzburg (PLUS). Aufgrund der bevorstehenden Pensionierung von Josef Strobl im Herbst 2023 wurde er mit 1.1. 2022 zum Leiter des Fachbereichs bestellt.PLUS-Homepage Thomas Blaschke

Thomas Blaschke zählt zu den 40 weltweit meistzitierten Wissenschaftlern und ist somit der am häufigsten zitierte Forscher der Paris-Lodron-Universität.https://science.apa.at/power-search/2353934628304687306 In einem Interview mit den Salzburger Nachrichten stellte er im Jahr 2021 öffentlichkeitswirksam die Aufgaben des Fachbereichs vor.Sabrina Glas 2021: Daten können auch Häuslbauern helfen. SN-Interview mit Thomas Blaschke. - In: Salzburger Nachrichten vom 17.12.2021, S. 23 Insbesondere die Einsatzmöglichkeiten der Fernerkundung und deren Optimierung mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz sind die aktuellen Herausforderungen im Fachbereich.Claudia Lagler 2017: Intelligente Anwendungen aus „dummen“ Pixeln. - In: Die Presse vom 13. April 2017Alois Pumhösel 2021: Neues Wissen aus dem Satellitenbild. - In: Der Standard, 22.12.2021, S. 16

Thomas Blaschke ist überdies Mitgründer mehrerer Startups und Spin-offs der Universität Salzburg im Bereich der Geoinformatik in Österreich und Deutschland.

Auszeichnungen (Auswahl) 1995: Christian Doppler Preis des Landes Salzburg 1995: Förderungspreis der Österreichischen Geographischen Gesellschaft (ÖGG) 1997: European Science Foundation, Young Researcher Fellowship 1998: Marie Curie Research Grant der Europäischen Kommission 2006: Fulbright Professorship California State University 2008: Research Champion, Austrian Research Promotion Agency 2009: Digital Landscape Architecture Award for Scientific Excellence 2014: Provost Research Grant University of South Carolina 2019: Jack Dangermond Award – best paper 2017 2021: Mathematics – Best paper Award 2020 2021: Journal of Spatial Science – Prize for best research and review paper 2021

Mitgliedschaften Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) Advisory Committee der European Space Agency (ESA) International Association of Landscape Ecology (IALE)

Schriften (Auswahl) Monografien

Herausgeberschaften

Artikel in Zeitschriften

Weblinks

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Einzelnachweise

Kategorie:Geograph (21. Jahrhundert) Kategorie:Geograph (20. Jahrhundert) Kategorie:Geoinformatiker Kategorie:Hochschullehrer (Universität Salzburg) Kategorie:Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Absolvent der Universität Salzburg Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Mann