Gerhard HünekeAnmerkung: In mehreren Quellen auch Hünecke. (* 1936 in Geringswalde) ist ein deutscher Metallgestalter.
Leben und Werk Hüneke absolvierte bei seinem Großvater eine Lehre als Silberschmied und Gürtler. Er studierte dann bis 1960 in Halle/Saale bei Karl Müller, Lili Schultz und Joachim Fitzermann (* 1915) am Institut für künstlerische Werkgestaltung, Burg Giebichenstein. Er schloss als Diplom-Formgestalter ab. 1961/1962 arbeitete er in Halle als freischaffender Metallgestalter. Daneben hatte er von 1961 bis 1962 eine Aspirantur im Fachbereich Metallgestaltung des Instituts bei Walter Funkat. 1963/64 war der künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter und dann bis 1972 Oberassistent. 1961 erwarb er den Meistertitel als Gürtler.
Ab 1972 arbeitete Hüneke in Halle freiberuflich als Metallgestalter. Er war bis 1990 Mitglied des Verband Bildender Künstler der DDR und in der DDR und in Bulgarien, der CSSR und der UdSSR auf Ausstellungen vertreten, u. a. 1962/63, 1967/68 und 1972/73 auf der Fünften und VI. Deutschen Kunstausstellung und der VII. Kunstausstellung der DDR in Dresden. 1966 hatte er im Museum Schloss Bernburg eine Einzelausstellung mit Willi Sitte.
Arbeiten Hünekes befinden sich u. a. im Grassimuseum für Angewandte Kunst, Leipzig.
Werkbeispiele
Architekturbezogene Werke und Werke im öffentlichen Raum
Vier Vögel (1967, Metall, ca. 21 m2; mit Karl-Heinz Trautmann, Wandgestaltung über dem Haupteingang der heutigen Hans-Christian-Andersen-Grundschule in Trotha) Dekorative Gestaltung der Rückwand einer Bar (1965, Email und geätzte Edelstahlplatten, 3,00 × 9,00 m; Interhotels Stadt Halle in Halle; mit Trautmann)Erika Neumann (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog. Teil 2 Halle/Leipzig. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1969, S. 20/21
Eingangstür des Hotels „Weißer Hirsch“ in Wernigerode (Kupferblech, getrieben, Türblätter in Holz)Abbildungen in: Walter Funkat: Kunsthandwerk in der Deutschen Demokratischen Republik. Verlag der Nation, Berlin, 1970; S. 352 und 353 Brunnenschale mit Fisch als Wasserspeier (1965, Schale Kupfer, getrieben, Fisch Email; Speisesaal des Interhotels Stadt Halle; mit Trautmann)Erika Neumann (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 2 Halle/Leipzig. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1969, S. 16/17 Energie- und Wasserwirtschaft (1970, dekorative Giebelgestaltung, Kupfer, getrieben, 4,20 × 3,80 m; Halle, heutiger Riebeckplatz, Südgiebel des damaligen Klubs der Anlagenbauer)Ruth Pape et al. (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1973 Weitere Werke Kasten (Ehrengabe, Silber montiert, Vorder- und Rückseiten getrieben, Seitenteile emailliert, Breite 30 cm)Abbildung in: Funkat, S. 355 Leuchter (Silber mit Opalen)Abbildung in: Funkat, S. 351
Ausstellungen nach der deutschen Wiedervereinigung (mutmaßlich unvollständig)
1993: Halle, Staatliche Galerie Moritzburg, und Karlsruhe, Badisches Landesmuseum („Burg Giebichenstein. Die hallesche Kunstschule von den Anfängen bis zur Gegenwart“)
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Metallkünstler Kategorie:Kunsthandwerker (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1936 Kategorie:Mann