mini|hochkant=1.1|St. Bonifatius in Karlsruhe
Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Bonifatius steht in der Weststadt von Karlsruhe, einer Kreisfreien Stadt in Baden-Württemberg. Das Bauwerk ist beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg als Baudenkmal eingetragen. Die Kirchengemeinde gehört zum Dekanat Karlsruhe im Erzbistum Freiburg.
Geschichte Die Kreuzbasilika wurde 1905–1908 nach einem Entwurf von Johannes Schroth auf einem 1898 erworbenen Grundstück in neuromanischen Formen mit einigen Jugendstilelementen erbaut. Geweiht wurde die Kirche am 18. Oktober 1908. 1924 wurden vier Stahlglocken angeschafft. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg durch mehrere Bombenangriffe beschädigt und ab 1946 wieder aufgebaut. 1950 war der Wiederaufbau in einfacher Form abgeschlossen. Die Arbeiten in den Jahren 1978 bis 1980 gaben der Kirche ihr heutiges Aussehen. Hauptgrund war die Anpassung des Raumes an die liturgischen Erfordernisse, die nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil galten. Aber der Innenraum sollte auch durch eine neue farbliche Fassung heller und lichter werden. 2011 folgte eine Außenrenovation der Kirche.
Beschreibung mini|hochkant|Innenansicht zur Orgel mini|hochkant|Innenansicht zum Altar
Die Kirche besteht aus einem Langhaus aus einem Mittelschiff und zwei Seitenschiffen, einem halbrund geschlossenen, von Strebepfeilern gestützten Chor im Südwesten und einem Querschiff zwischen Langhaus und Chor. Ein weiteres Bauteil ist der mächtige Fassadenturm im Nordosten mit einem Rhombendach der von zwei seitlichen Anbauten flankiert wird. Über der Vierung erhebt sich ein quadratischer Dachreiter.
Glocken Im sehr geräumigen Glockenstuhl hängen vier stählerne Kirchenglocken aus dem Jahr 1924, die vom Bochumer Verein für Gussstahlfabrikation gegossen wurden.Information zu den GlockenGlockendatenbank createsoundscape.de: Kath. Pfarrkirche St. Bonifatius in Karlsruhe-Weststadt Glocke Name Gewicht Durchmesser Schlagton 1 Herz Jesu 3900 kg 2100 mm gis°+2 2 Bonifatius 2250 kg 1773 mm h°+2 3 Maria 1560 kg 1574 mm cis’+3 4 Josef 1200 kg 1430 mm dis’+1
Ausstattung mini|hochkant|Hochaltar
Zur Kirchenausstattung gehört ein Hochaltar unter einem Baldachin mit einer Darstellung des Abendmahls, den Hofbildhauer August Schädler geschaffen hat. Den Zelebrationsaltar in der Vierung schuf 1978 Frido Lehr in moderner Form. In den Seitenschiffen sind Kreuzwegstationen, Reliefs von Joseph Dettlinger, angebracht. Die Gewölbemalereien sind ein Werk von Valentin Feuerstein, die Fensterrosetten des Querschiffs aus dem Jahr 1983 stammen von Franz Dewald, der sie mit Szenen aus dem Leben Jesu und Marias gestaltete.
Orgel mini|Orgel
Die Orgel auf der Empore im rückwärtigen Teil der Kirche mit 43 Registern auf drei Manualen und Pedal wurde 1948 oder 1949 von Carl Hess unter Verwendung von 28 Registern der Vorgängerorgel von H. Voit & Söhne errichtet.
Siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Karlsruhe-Weststadt
Literatur
Weblinks
Albert Gamber: Sophienstr. 127 in der Datenbank der Kulturdenkmale auf der Website der Stadt Karlsruhe, karlsruhe.de Die Bonifatiuskirche auf der Website des Dekanats Karlsruhe
Einzelnachweise Information zur Orgel auf Organ index, abgerufen am 6. April 2024. Albert Gamber: Sophienstr. 127 in der Datenbank der Kulturdenkmale auf der Website der Stadt Karlsruhe, karlsruhe.de.
Bonifatius St Bonifatius Kategorie:Weststadt (Karlsruhe) Karlsruhe Kategorie:Bonifatiuskirche Kategorie:Pfarrkirche des Erzbistums Freiburg Kategorie:Basilika (Bautyp) Kategorie:Erbaut 1908 Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Neuromanisches Bauwerk in Baden-Württemberg Kategorie:Neuromanisches Kirchengebäude St Bonifatius