Der Breslauer Orchester-Verein wurde 1862 gegründet. 1878 erfolgte unter Leitung von Johannes BrahmsJohannes Brahms wurde im März 1879 von der Universität Breslau zum Ehrendoktor der Philosophie ernannt. (swr.de: "Orden sind mir wurscht, nur haben möchte ich sie." - Katharina Höhne) die Einweihung des Konzerthauses.Artikel: „Breslauer Orchesterverein“, in: Klaus Ullmann: Schlesien-Lexikon, S. 215 mini|Plakat für ein Abonnemont-Concert unter der Leitung von R. Maszkowski in Breslau am 2. Dezember 1890
Geschichte Als Nachfolger des ersten Leiters Leopold Damrosch (1832–1885) leitete der deutsche Dirigent, Komponist und Musikpädagoge Bernhard Scholz (1835–1916) langjährig den Orchesterverein, als dessen Nachfolger wiederum seit 1883 der Komponist und Dirigent Max Bruch (1838–1920) ernannt wurde, der zuvor die Philharmonic Society in Liverpool geleitet hatte. Der Tod von Rafał Maszkowski (1838–1901) und die Vakanz der Stelle nach der Pensionierung von Julius Schäffer bei der Breslauer Singakademie führten – wie die Musikwissenschaftlerin Joanna Subel anmerkt – zu der Idee, die Singakademie und den Breslauer Orchesterverein zu verbinden. 1924 wurde auch das Orchester mit dem Theaterorchester verbunden (jetzt Landesorchester genannt). 1928 erhielt das Orchester den Status als selbständige Schlesische Philharmonie.Joanna Subel, S. 272
Leiter Leopold Damrosch (1862–1871) Bernhard Scholz (1871–1883) Max Bruch (1883–1890) Rafał Maszkowski (1890–1901)
Dirigenten nach der Vereinigung: Joanna Subel, S. 272 Georg Dohrn (1901–1934) Fritz Lubrich (1934–1935) Franz von Hoeßlin (1935–1936) Heinrich Boell (1936–1938, 1942–1944) Philipp Wüst (1938–1942) Herbert Albert (1944)
Siehe auch Akademische Festouvertüre
Literatur Joanna Subel: Die Geschichte der Rezeption der Neunten Symphonie von Ludwig van Beethoven in Breslau von 1827 bis 1944 Hermann Behr: Denkschrift zur Feier des 50 jährigen Bestehens des Breslauer Orchester-Vereins, E.V. 1912 (Digitalisat) Robert Münster, Thomas Hauschka: Johannes Brahms: Beiträge zu seiner Biographie. Hollitzer Verlag Wien 2020 Klaus Ullmann: Schlesien-Lexikon: für alle, die Schlesien lieben. Kraft Verlag, Würzburg, 1992, ISBN 3-8083-1168-1, 6., verbesserte Auflage. Mit Zeichnungen von Elisabeth Kobbe-von Kennel. 352 S. mit Register der tschechischen und polnischen Ortsnamen (Deutsche Landschaften im Lexikon, Band 2). (Artikel: „Breslauer Orchesterverein“, S. 215)
Weblinks Vor 140 Jahren hörte die Welt zum ersten Mal die Akademische Festouvertüre von Johannes Brahms
Einzelnachweise und Fußnoten
Kategorie:Orchester Kategorie:Vereinsgründung 1862 Kategorie:Kulturelle Organisation (Breslau) Kategorie:Musik (Breslau)