Der Skeleton-Weltcup 1999/00 war eine zwischen dem 27. November 1999 und dem 6. Februar 2000 von der FIBT veranstaltete Wettkampfserie im Skeleton. Bei den Männern gewann Titelverteidiger Andy Böhme den Weltcup. Bei den Frauen gewann erstmals die Britin Alex Hamilton den Titel.Saisonhöhepunkt waren die Weltmeisterschaften im österreichischen Igls, die erstmals auch für Frauen stattfanden. Eine weitere Aufwertung bekam der Skeletonsport durch eine Entscheidung des IOC-Exekutiv-Komitees Anfang Oktober 1999. Skeleton wurde sowohl für Männer als auch für Frauen in das Olympische Wettkampfprogramm für die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City aufgenommen.Frauen-Bob und Skeleton olympisch In: Walliser Bote. 4. Oktober 1999 S. 22.

Weltcup-Übersicht 1. Weltcup in , 27. November 1999 Disziplin Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz Frauen Männer

2. Weltcup in , 5. Dezember 1999 Disziplin Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz Frauen Männer

3. Weltcup in , 30. Januar 2000 Disziplin Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz Frauen Männer

4. Weltcup in , 6. Februar 2000 Disziplin Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz Frauen Männer

Weltmeisterschaften in , 12./13. Februar 2000

Gesamtwertung Frauen Bei den Frauen erhielten aufgrund der wohl zu erwartenden größeren Startfelder infolge der Erhebung zur olympischen Sportart nunmehr die 20 besten Pilotinnen statt bisher 15 je nach Platzierung Weltcuppunkte. Die Punkteverteilung sah folgendermaßen aus: Platz 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 Punkte 30 26 23 20 18 16 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 Trotz der frohen Kunde von der Aufnahme der Sportart ins Olympische Wettkampfprogramm für 2002 auch bei den Frauen bot der Weltcup immer noch ein unvollständiges Bild. Von den insgesamt 31 Athletinnen, die während der Saison an den Start gingen, nahmen ganze zehn Sportlerinnen an allen Weltcups teil. Speziell die ersten beiden Veranstaltungen in Calgary und Nagano litten unter eher kleinen Startfeldern. So fehlte unter anderem Titelverteidigerin Steffi Hanzlik in Übersee. Athletin der Saison war mit Abstand die Britin Alex Hamilton, die drei von vier Wettbewerben gewann und schon vor dem letzten Rennen in Winterberg so gut wie sicher als Gesamtsiegerin feststand. Mit einem dritten Platz erreichte sie letztlich einen Vorsprung von 25 Punkten vor der zweitplatzierten Maya Bieri. Die Schweizerin, Weltcupgesamtsiegerin von 1997/98, lag aber nach drei Wettbewerben noch auf Rang vier. An zweiter Stelle lag bis dahin die Kanadierin Kelly, die auch in Winterberg nach dem ersten Lauf diesen Platz belegte. Allerdings fuhr Maya Bieri im zweiten Lauf Bestzeit, während die Konkurrenz in Gestalt von Michelle Kelly und Lea Ann Parsley patzte. Am Ende des Tages hatten Bieri und Kelly die gleiche Zahl an Weltcuppunkten. Da die Schweizerin aber einen Podestplatz mehr vorweisen konnte, belegte sie hinter Alex Hamilton den zweiten Platz und verwies Michelle Kelly noch auf Rang drei. Rang Athlet CAL NAG LIL WIN Punkte 1 11 1 3 113 2 6 3 3 2 88 3 2 2 5 5 88 4 5 4 2484 5 3576 71 6 9610 169 7 4714 8 54 8 7 81512 42 9 12 101114 37 10 8 –8 11 36 11 – –4 9 32 12 10 913 – 31 13 – –67 30 14 – –11 10 21 15 11 11 – – 20 16 1312 – – 17 17 14 142123 14 18 – –9 – 12 19 – –1815 9 20 – –1617 9 21 – – –13 8 22 –13 – –8 2315 –19248 24 – –2016 5 25 – –17 – 4 26 – –2218 3 26 – –2318 3 28 – –2420 1 − – – – DSQ 0 − – – –23 0 − – –2521 0

Männer Bei den Männern erhielten aufgrund der wohl zu erwartenden größeren Startfelder infolge der Erhebung zur olympischen Sportart nunmehr die 30 besten Piloten statt bisher 25 je nach Platzierung Weltcuppunkte. Die Punkteverteilung sah folgendermaßen aus: Platz 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 Punkte 50 45 41 38 35 32 29 27 25 23 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 5 4 3 2 1 Auch bei den Männern hatte die Nachricht von der Rückkehr des Skeletonsports in das olympische Programm eine nachhaltige Wirkung. Nicht weniger als 66 Athleten nahmen mindestens an einem der vier Weltcup-Rennen teil, immerhin 27 davon an allen vier Veranstaltungen. Zudem verlängerten nicht wenige Sportler, die schon die 30 überschritten hatten, ihre Karriere oder wagten gar ein Comeback wie der Schweizer Gregor Stähli, Weltmeister von 1994. Titelverteidiger Andy Böhme lag nach den Weltcups in Übersee hinter dem Briten Bromley auf dem zweiten Rang in der Gesamtwertung. Nach dem Weltcup in Lillehammer war das Rennen vor allem um die Podestplätze jedoch wieder völlig offen. Hinter Bromley lag nun Jeff Pain vor Böhme, dem nunmehr Chris Soule, der Japaner Koshi, Jim Shea und überraschend auch der Norweger Pedersen im Nacken saßen. In Winterberg sollte sich der Wettbewerb entscheiden, mit dem Ausgang hatten aber wohl die wenigsten gerechnet.

Zunächst patzte Bromley, der schon im ersten Lauf nur den 13. Rang belegte und im zweiten Lauf die zweitschlechteste Zeit der verbliebenen 20 Piloten fuhr. Am Ende bedeutete das Rang 17 in der Tageswertung für den Briten. Auch der Japaner Koshi lieferte eine ähnliche Performance, belegte Rang 16 und fiel in der Gesamtwertung weit zurück. Während Altmeister Willi Schneider, immerhin Weltmeister von 1998, in Winterberg gewann, reichte Titelverteidiger Andy Böhme ein zweiter Platz, um letztlich noch mit einigem Vorsprung den Gesamtweltcup zum zweiten Mal gewinnen zu können. Ihm gelang dabei das Kunststück, ohne einen Tagessieg seinen Titel zu verteidigen. Chris Soule gelang es, durch seinen Podestplatz in Winterberg Bromley in der Gesamtwertung noch auf Rang drei zu verdrängen. Jeff Pain, vor Winterberg noch an zweiter Stelle liegend, rutschte durch Rang 10 in der Tageswertung noch auf den undankbaren vierten Platz in der Gesamtwertung ab. Rang Athlet CAL NAG LIL WIN Punkte 1 4 2 9 2 153 2 3 94 3 145 3 1 43 17 144 4 2 10 1 10 141 513 5 2 4 137 6 9 77 1 133 7 6 3 89125 8 15 1 516118 9 10 610 13 97 107 14118 95 11 8 81912 87 12 12 1221 586 13 15 186 11 84 14 5 1115 25 80 151922136 74 16 17 15267 66 17 23 191219 55 1821 2020 20 47 1911 –2223 40 20 22162724 38 21 14 – –14 36 22 24 213518 33 23 18 –14 –32 24 20 13 – – 31 25 – –16 22 26 26 – –171726 27 –24 –15 25 28 28 1729 2625 29 3623233019 30 – – 18 –14 31 302542261332 25 27 – – 11 33 – –242910 34 – – 252810 35 2726 33319 36 26 –38335 37 2929 – – 4 38 – –2834 3 39 32 28 – –3 40 – –3036 1 − 3430 – – 1 − – – –51 0 − – –40450 − 35314543 0 − 37335253 0 − – –4949 0 − – –48 – 0 − – –5048 0 − – –3737 0 − – – –46 0 − – –39 – 0 − – – –42 0 − – –3235 0 − – –4750 0 − – – –52 0 − – – –38 0 − – –51 – 0 − – –3641 0 − – –3144 0 − 31 – – – 0 − – –4347 0 − – –46 – 0 − – –34 – 0 − – – –32 0 − – –4439 0 − 33324140 0

Einzelnachweise

Kategorie:Wintersport-Weltcup 1999/2000 #1999/00