Peter von Fels, auch Ernst Ludwig von Fels (* 21. März 1907 in St. Gallen; † 25. Februar 1982 ebenda), war ein Schweizer Mosaikkünstler und Musiker.Nekrolog für Peter Fels. In: Gallus-Stadt: Jahrbuch der Stadt St. Gallen, Band 1983, S. 213–214 (archiviert in E-Periodica).
Leben und Werk Peter von Fels entstammte dem Patriziergeschlecht von Fels.von Fels. In: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 3. April 2024. Sein Vater war der Arzt Hermann Fels. Seine Schwester war die spätere Malerin, Glasmalerin und Keramikerin Everilda de Fels (1909–2003).Everilda de Fels In: Sikart. Abgerufen am 3. April 2024. Der auch musikalisch begabte Peter besuchte während seiner Gymnasialzeit Abendkurse bei Fritz Gilsi, Wilhelm Meier und August Wanner an der Kunstgewerbeschule St. Gallen. Infolge seiner Doppelbegabung widmete er sich intensiv dem Studium des Cellos. Später schrieb er neben einer Weihnachtskantate und einer Ballettmusik eine Reihe von Kompositionen für Cello und Klavier. Nach bestandener Matura entschied sich von Fels für eine Malerlaufbahn. Von 1925 bis 1929 war er ein Schüler von Théophile Robert in St-Blaise und Paris. Zudem verbrachte er ein paar Winter an der Académie de la Grande Chaumière in Paris. Nach seiner Lehrzeit unternahm er Studienreisen nach Florenz. Während der Weltwirtschaftskrise verdiente von Fels sein Geld als Musiker. So spielte er Cello, Schlagzeug, Klarinette und Saxophon im städtischen Orchester von St. Gallen. Nur in seiner Freizeit malte und zeichnete er weiter.
1937 erhielt von Fels seinen ersten Grossauftrag für die Kantonsschule St. Gallen. Während des Zweiten Weltkriegs leistete er Aktivdienst und avancierte als «Bunkermaler». In den Urlaubszeiten hielt er sich am Genfersee auf, wo er malte und auch seine Werke ausstellte. Als von Fels die Mosaike in Ravenna kennenlernte, war dies für ihn der entscheidende Anlass, sich der Mosaikkunst zu widmen. In der Folge schuf er ab 1947 Mosaike aus selber gesammelten Natursteinen. Diese schlug er mit einem feuergehärteten und geschliffenen Stahlhammer zurecht und formte sie mit der Steinzange. Das Natursteinmosaik an der Chorwand der evangelischen Kirche in Goldach stellt einen Höhepunkt seiner künstlerischen Arbeit dar.Natursteinmosaik, Kirche Goldach, abgerufen am 3. April 2024. 1955 heiratete Peter von Fels die Malerin Irene Fels-Kuratle. Zusammen haben sie manche Mosaike gesetzt.
Peter von Fels stellte seine Werke 1928 an der 17. Nationalen Kunstausstellung im Kunsthaus Zürich aus, 1956 zusammen mit Albert Schenker, Martha Cunz, Willi Koch Albert Edelmann u. a. im Kunstmuseum St. Gallen. 1960 erhielt von Fels den Anerkennungspreis der Stadt St. Gallen.
Mosaike im öffentlichen Raum
1953: Schulhaus Tschudwiese in St. Gallen 1953: Krematorium in St. Gallen 1954: Sekundarschule in Flawil 1956: Primarschule in Wildenstein-Roschacherberg 1958: Schule in Steig in Rorschacherberg 1959: Schulhaus Quader in Grabs 1962: Kirche in Uznach 1964: Schulhaus Ebnet in Abtwil 1964: Friedhofskapelle in Rorschach 1968: Krankenhaus in Rorschach 1969: Madonna in einer Felswand in Zervreila
Literatur
Paul Hug: Die Mosaiken von Peter Fels. In: Rorschacher Neujahrsblätter, Band 60, 1970, S. 77–80 (archiviert in E-Periodica).
Weblinks
Kobel, Alfred in mural.ch Peter von Fels In: Artnet Fritz Heinze: Peter Fels, der bodenständige Künstler. In: St. Galler Tagblatt 22. Oktober 2014
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Schweiz) Kategorie:Mosaikkünstler Kategorie:Künstler (Kunst am Bau) Kategorie:Pseudonym Kategorie:Person (St. Gallen) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1907 Kategorie:Gestorben 1982 Kategorie:Mann