Gentlemen-Gauner ist der Titel eines stummen deutschen Kriminalfilms, den Willy Zeyn senior nach einem Drehbuch von Alfred Fekete 1919/20 für Paul Davidsons Projektions-AG “Union” Berlin realisierte. Der Film war Teil der Joe Deebs-Detektivfilm-Serie, den Detektiv spielte Ferdinand von Alteneigtl. Theo von Alten (1885–1933), Baron von Lamezan auf Altenhofen, anzusehen auf "Ross" Postkarte Nr. 762/2 (Photo: Atelier Binder, Berlin). An seiner Seite waren namhafte Darsteller der Zeit wie Karl Beckersachs, Wilhelm Diegelmann, Uschi Elleot, Leonhard Haskel, Erich Kaiser-Titz und Hermann Picha zu sehen.

Handlung Detektiv Joe Deebs versucht, ein Verbrechen aufzuklären: Ein Mann stirbt im Nachtexpresszug, und ein Beamter im Gesundheitsministerium ist verschwunden. Auf vielen Umwegen kommt Deebs auf die Hintergründe: Der Beamte hatte seinen Tod vorgetäuscht und sich in einer Kleinstadt als den Arzt ausgegeben, der damals im Nachtexpress gestorben war. Unter falscher Identität wollte er in der Kleinstadt viel Geld machen.

Produktionsnotizen Der Film war eine Produktion der PAGU und wurde von Otto Tober photographiert. Die Atelierbauten errichtete Jack Winter. Die Produktionsleitung hatte Max Kiontke.bei der IMDb wird Kiontke als Kameramann neben Otto Tober angegeben.

Uraufführungsdatum und -ort in Deutschland sind derzeit nicht bekannt.die IMDb nennt als Erscheinungsdatum für Deutschland 1920, filmportal.de gibt nur die Reichsfilmzensur-Daten, murnaustiftung.de datiert den Film gar auf 1919 zurück, was steffi-line wiederholt: "1922: Gentlemen-Gauner ("Joe Deebs"-Detektivreihe; gedreht 1919; R: Willy Zeyn Sr.; mit Ferdinand von Alten als Joe Deebs").

Der Reichsfilmzensur Berlin lag Gentlemen-Gauner am 17. Juni 1922 zur Prüfung vor und erhielt die Nummer B06010vgl. Birett, Quellen zur Filmgesch.: “B06010 Gentleman-Gauner 1922.” sowie ein Jugendverbot erteilt.

Anm.:

Die in Literatur und Datenbanken angegebene kürzere Laufzeit von 71 Minuten ist bei Tonfilmgeschwindigkeit gemessen. Mit den zur Entstehungszeit üblichen 20 BpS vorgeführt liefe der Film rund 85 Minuten.

Literatur

Herbert Birett: Verzeichnis in Deutschland gelaufener Filme. Entscheidungen d. Filmzensur Berlin, Hamburg, München, Stuttgart 1911–1920. München: Saur Verlag 1980.

Gerhard Lamprecht: Deutsche Stummfilme, Bde. 1–8 und Gesamtregister: Deutsche Stummfilme aus den Jahren 1903 bis 1931. Deutsche Kinemathek, Berlin 1970. Band 7: „1921–1923“.

Weblinks

Abbildungen Photo von Hugo Döblin (1876–1960) aus dem Atelier Jacobi (d. i. Lotte Jacobi, 1896–1990) „Ross“ Postkarte von Karl Harbacher (1879–1943) „Ross“ Postkarte von Uschi Elleot (eigtl. Toelle, 1899–1975) (Photo: Atelier Becker & Maass, Berlin) (aufger. 3. April 2024)

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1920 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Stummfilm Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Filmdrama Kategorie:Kriminalfilm