Guido Müller (* 7. September 1937 in Salzburg) ist ein österreichischer Geograph und Landesforscher sowie Professor im Ruhestand der Paris-Lodron-Universität Salzburg.Hermann Suida und Malvine Stenzel (1997): Guido Müller zum 60. Geburtstag. - In: W. Sitte & H. Suida (Hrsg.); Festschrift für Guido Müller. Salzburg: (= Salzburger Geographische Arbeiten, Bd. 31), S. 9–10.
Leben Guido Müller studierte nach Ablegung der Reifeprüfung an der Bundeslehrerbildungsanstalt in Salzburg das Lehramtsstudium für Mathematik und Geographie an der Universität Wien und der Universität Innsbruck. Er legte im Jahr 1963 die Lehramtsprüfung für die Fächer Geographie und Mathematik ab und wurde 1964 der erste Assistent am neu gegründeten Geographischen Institut der in diesem Jahr wiedererrichteten Paris-Lodron-Universität Salzburg und ist damit mit dem Aufbau des Geographischen Instituts (später Institut für Geographie) untrennbar verbunden.Riedl 2008, S. 149.
Da Egon Lendl als erster Lehrstuhlinhaber am Geographischen Institut 1964 auch der erste gewählte Rektor der Paris-Lodron-Universität wurde, hatte Müller vielfältige Aufgaben in Verwaltung und Lehre zu übernehmen.Geographisches Institut 1964-1978 im Salzburgwiki Neben diesen vielfältigen Aufgaben promovierte er im Jahr 1978 an der Universität Innsbruck zum Doktor der Philosophie mit der Dissertation „Die Landwirtschaft im Stadtbereich Salzburgs: wechselseitige Beziehungen zwischen Landwirtschaft und Stadtentwicklung“, für die er noch in diesem Jahr den Förderungspreis des Landes Salzburg erhielt.Riedl 2008, S. 149.
Am 31. August 1973 habilitierte sich Müller mit einer Arbeit über „Die Landwirtschaft als prägendes und geprägtes Element in der Stadtlandschaft“, die als zweiter Band der Schriftenreihe „Arbeiten aus dem Geographischen Institut der Universität Salzburg“ im Jahr 1971 erschienen ist.Müller 1971. Er übernahm in der Folge wesentliche Teile der Lehre in der Humangeographie und war – wie im Salzburgwiki zu lesen ist – „durch seinen ausgleichenden Charakter eine wesentliche Stütze für das damals trotz vieler interner Quereleien nach außen einig auftretende Institut“.vgl. Das Geographische Institut in der Akademiestraße 24 von 1969 bis 1978, 14. Absatz.
Am 19. August 1976 wurde er zum Außerordentlichen Universitätsprofessor ernannt und war seitdem mehrfach Vorstand des Instituts für Geographie. Neben seiner Aufgaben war und ist er bis heute in der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde aktiv, zu deren stellvertretenden Vorsitzenden er im Jahr 1996 gewählt wurde. Nach seiner Pensionierung im Jahr 2002 wurde er durch die Entlastung von Verwaltungsagenden ein aktiver Präsentator der geographischen Landeskunde von Salzburg. Seine Arbeiten über den Untersberg und den Gaisberg sowie zahlreiche Beiträge in den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde machten ihn zu einem der bedeutendsten Forschungspersönlichkeiten im Bereich der Geographie des Landes Salzburg. Dies wurde am 25. Oktober 2017 durch die Verleihung des „Großen Verdienstzeichens des Landes Salzburg“ durch den damaligen Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl, der selbst ein Dissertant von Guido Müller war, eindrucksvoll belegt.Salzburger Landeskorrespondenz vom 4.10.2017.
Mitgliedschaften Österreichische Geographische Gesellschaft (ÖGG) Ehrenmitglied der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde
Preise und Ehrungen 1968 Förderungspreis des Landes Salzburg 1970 Hans-Kudlich-Preis 1975 Theodor-Körner-Preis 2017 Großes Verdienstzeichen des Landes Salzburg
Schriften (Auswahl) Monografien
(als Hrsg. gemeinsam mit Hermann Suida:) Salzburger Land: Generalinformation. 2., überarbeitete Auflage, Residenz-Verlag, Salzburg/Wien 1983, ISBN 3-7017-0341-8. (gemeinsam mit Friedrich Leitich:) Der Gaisberg. Salzburgs Hausberg im Zeitgeschehen von zwei Jahrhunderten (= Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 16. Ergänzungsband). Salzburg 1997.
Mirabell in Salzburg: ein Name in Geschichte und Gegenwart. Freunde der Salzburger Geschichte, Salzburg 2017, ISBN 978-3-902582-10-2.
Buchbeiträge Der lange Weg zur Eingemeindung. In: Vom Stadtrecht zur Bürgerbeteiligung. Festschrift 700 Jahre Stadtrecht von Salzburg (= Salzburger Museum Carolino Augusteum, Jahresschrift 33). Salzburg 1987, S. 329–336.
Artikel in Zeitschriften
Literatur Wolfgang Sitte, Hermann Suida: Festschrift Guido Müller. Geograph und Landesforscher (= Salzburger Geographische Arbeiten. Bd. 31). Salzburg 1997.
Weblinks
www.zobodat.at, PDF, „Hoch oben und weit hinaus. Gipfelpanoramen der mittleren Ostalpen des 19. Jahrhunderts und deren Hersteller“ Guido Müller im Salzburgwiki
Einzelnachweise
Kategorie:Geograph (21. Jahrhundert) Kategorie:Geograph (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Salzburg) Kategorie:Träger des Großen Verdienstzeichens des Landes Salzburg Kategorie:Absolvent der Universität Innsbruck Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1937 Kategorie:Mann